Anna Dankowtsewa - So helle Augen

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Anna Dankowtsewa - So helle Augen

Beitragvon krimiblogger » 31.08.2001, 14:12


Hallo Daniela,


nun ist ja deine Rezension zu "So helle Augen" online - und ich muß sagen, dass ich es sehe wie Du. Als Krimi fand' ich das Buch ziemlich schwach, dafür haben mir die schön ausgemalten Figuren - besonders Gurko - gefallen. Sie wirken doch sehr humorvoll und lebendig. Ich bin jedenfalls gespannt, wie die Serie um Xenia, Vera und Marina weitergeht.


Liebe Grüße


Ludger

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Anna Dankowtsewa - So helle Augen

Beitragvon Petra » 01.09.2001, 17:33


Hallo Ludger,


wie schon mal in einer Diskussion erwähnt, fand ich die drei Figuren auch ganz interessant (wenn auch nicht sooooo übermäßig, aber dennoch genug als dass ich mir den nächsten Band auch ergattern werde, hoffe nur, dass Gurko da auch wieder eine Rolle spielt!). Aber die Handlung, wie Ihr auch, total schwach! Wenn der zweite Band da nicht mehr herzugeben hat, werde ich es wirklich sein lassen, denn die Handlung fand ich wirklich nicht gut! So vorhersehbar, dass es schon ärgerlich war.


Meine Besprechung ist jetzt auch online. Link unten.


Liebe Grüße,
Petra

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Anna Dankowtsewa - So helle Augen

Beitragvon Daniela » 01.09.2001, 18:53

Hallo Ludger & Petra!
Also als "total schwach" würde ich die Handlung nie und nimmer bezeichnen, das trifft es überhaupt nicht! Es ist nur alles andere als eine Krimihandlung, und das Problem daran ist für mich mehr, dass manche es vielleicht nur lesen, weil sie einen Krimi erwarten.
Aber Anna Dankowtsewa kann ein so lebendiges Bild von Moskau zeichnen, wie ich es sonst eigentlich von keinem russischen Autor der Gegenwart gelesen habe, und DAS fand ich richtig klasse ;-)
Liebe Grüße,
Daniela
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Anna Dankowtsewa - So helle Augen

Beitragvon Petra » 02.09.2001, 00:12


Hallo Daniela,


dann sollte Anne Dankowtsewa nicht versuchen einen Krimi daraus zu machen! *stirnrunzel* Ich bin die letzte, die unbedingt einen Krimi lesen wollen würde. Kann mich gern auch überraschen. Aber das tut dieses Buch überhaupt nicht!


Wer es noch lesen möchte, sollte nun nicht weiterlesen:


Was sich Dankowtsewa an Klischees über Russland erspart, streut sie in die Krimihandlung umso mehr. Täter sitzt auf Rücksitz des Autos von Xenia. Zufällig fahren sie am Haus der Freundin vorbei, die ganz zufällig draußen einem Kind hilft. Nee, also wirklich. Das nervt mich sehr an.


Und so lebendig finde ich das Bild von Russland da gar nicht. Aber ich denke auch das es in diesem Buch wie mit vielen anderen ist: Es ist Geschmackssache. Nicht mehr, nicht weniger.


Liebe Grüße,
Petra

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Anna Dankowtsewa - So helle Augen

Beitragvon krimiblogger » 02.09.2001, 20:08


Hallo Daniela und Petra (und natürlich auch alle anderen),


als Krimi konnte mich das Buch auch nicht überzeugen. Was mir aber schon gefallen hat, war dieser sehr untypische Blick auf das Leben in Moskau. Oftmals bekommt man eine wodkaschwere Melancholie um die Ohren gehauen - das fehlt bei Dankowtsewa vollkommen und das hinterlies einen positiven Eindruck bei mir. Sie ist - da hat Petra Recht - nicht fähig, einen guten Krimiplot zu schreiben, die Zufälle sind da nur ein Beispiel. Trotzdem finde ich, hat sie das Zeug dazu, gute Geschichten zu erzählen, nur scheint das Genre Krimi nicht so ganz ihr Fall zu sein. Ich bin jedenfalls neugierig, wie es mit den drei Freundinnen weitergeht.


Liebe Grüße


Ludger

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Das Russland-Bild

Beitragvon Daniela » 03.09.2001, 22:27

Hallo Petra & Ludger!
Ja, an Klischees hat sie nicht gespart beim Krimiplot, das kann man nicht leugnen. Mich hats in dem Fall aber nicht soo gestört wie das sonst oft der Fall ist - ich kanns auch nicht genau festmachen, woran das liegt. So ging es mir zum Beispiel ja auch bei Petra Hammesfahr - wenn ich mir den Plot angucke, dann wirft der mich nicht gerade um, trotzdem verschlinge ich ihre Bücher geradezu.
Zum Thema Russland-Bild: Dieses wodkageschwängerte, melancholische Bild, das uns die meisten Autoren vermitteln, empfinde ich mittlerweile eben schon ziemlich als Klischee - und da hebt sich dann eine Beschreibung des ganz normalen Alltags in einer modernen Großstadt, die aber trotzdem deutlich russisch ist, schon sehr positiv ab.
In dem Zusammenhang kann ich auch das neue Buch von Wladimir Kaminer nur empfehlen; in seiner Militärmusik bringt er auch auf sehr unterhaltsame Weise ein Bild Russlands vor der Perestrojka vor das geistige Auge, und lässt dabei aber auch ahnen, warum manches eben so ist, wie es gerne geschildert wird.
Gespannt bin ich bei den "Hellen Augen" schon auf das Urteil einer Bekannten, die sehr häufig in Moskau ist!
Liebe Grüße,
Daniela
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Beitragvon Nele » 07.01.2003, 16:53


"Zum Thema Russland-Bild: Dieses wodkageschwängerte, melancholische Bild, das uns die meisten Autoren vermitteln, empfinde ich mittlerweile eben schon ziemlich als Klischee - und da hebt sich dann eine Beschreibung des ganz normalen Alltags in einer modernen Großstadt, die aber trotzdem deutlich russisch ist, schon sehr positiv ab.
In dem Zusammenhang kann ich auch das neue Buch von Wladimir Kaminer nur empfehlen; in seiner Militärmusik bringt er auch auf sehr unterhaltsame Weise ein Bild Russlands vor der Perestrojka vor das geistige Auge, und lässt dabei aber auch ahnen, warum manches eben so ist, wie es gerne geschildert wird."


Da kann ich mich nur anschliessen, ich habe auch gerade Tränen gelacht und das Buch auch gleich in einem Rutsch durchgelesen.
Natürlich werde ich mir nun auch seine anderen Werke vornehmen, nachdem die hier auch alle so gut weggekommen sind!
Ich finde, das Buch ist auch seeehr geeignet, um es weniger leselustigen Leuten zu verschenken, die sich vor langen, anstrengenden Büchern etwas scheuen!
LG,
Nele

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