Melanie Rae Thon - Das zweite Gesicht des Mondes

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das zweite gesicht des mondes - idaho ist brach und weit

Beitragvon AllgemeinerUser » 17.03.2003, 13:33

dieses buch ist still und von kleiner leiser traurigkeit, manchmal ängstlich und zurückhaltend, manchmal grob und grell und blendend. und manchmal von wunderschöner klarheit. es ist geradlinig und krümmend, sätze, die treffen, weil sie entfernt und fremd sind und dir vertraut. melanie rae thon malt ionaIdahoBilder, die weh tun, manchmal im kopf, aber immer im herz.


iona, wie sie eine zigarette zwischen ihren armen ausdrückt, nur um etwas zu fühlen, wie sie auf der schultoilette raucht, wie sie rennt - über die felder. die autos, die am fluss parken, die hell erleuchteten häuser, jay, der wasserspringer, die kühe im schnee, zwei frauen in einer küche in einer nacht, einfache bilder, schmerzhaftes zusammen ziehen, schmerz.
das wissen um die stunde, den tag, die woche, das leben. nie hört irgendwas auf, nie fängt etwas an, alles geht immer einfach weiter, in diesem ort. ausbrechen und die vergangenheit mit nehmen - zu jedem ort und denken und fühlen und zurück kehren und manchmal ein kurzes wunder, auch wenn man es nicht als solches erkennt. zweite chance sagt das buch, so einfach ist das.

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Re: das zweite gesicht des mondes - idaho ist brach und weit

Beitragvon AllgemeinerUser » 20.03.2003, 17:00


hallo daniela, schade, dass es dir so negativ im gedächtnis haften geblieben ist, ich liebe dieses buch, ja, es ist voller klischees, aber ich mag die vorstellung von diesem land und den wohnwagenkolonnen und der armut und die dünnen armen der mädchen. keine ahnung, ist im meinem kopf.
ich habe das buch schon 4 jahre und lese es in abständen, sucht, vielleicht. eben auch weil es klischeehaft ist, wollte früher wie sie sein - in einem brunnen wasser raufholen, die kühe früh halb fünf melken, wiel du mußt und dann fliehen.
kennst du das, ganz armselig etc. sein wollen und dann sich selbst retten.
liebe grüße.
AllgemeinerUser
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