Martin Walser - Ein springender Brunnen

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Martin Walser: Ein springender Brunnen

Beitragvon Valentine » 30.08.2004, 12:02

Ich habe gerade in der Rezi von Bertram gelesen "ich musste 35 Jahre alt werden, bis ich Walser entdeckt habe" (oder so ähnlich). Ich musste zum Glück nur 24 werden ;-)


Eher ein bisschen skeptisch hatte ich das Buch aus der Bibliothek entliehen - ich wollte halt mal einen Walser zumindest angefangen haben.


Faszinierenderweise zog mich das Buch schon auf den ersten zwanzig Seiten in seinen Bann. Wie lebendig Walser die Dorfgemeinschaft mit all ihren Charakterköpfen, den verschiedenen Lebenseinstellungen und natürlich den unterschiedlichen Dialekt- bzw. Sprachgewohnheiten darstellt!


Es ist ein "anderes" Buch über die Nazizeit, eher hintergründig und doch sehr eindringlich und deutlich kommt der braune Zeitgeist zur Sprache. Im Vordergrund steht die persönliche Entwicklung des Jungen Johann, der schon von Kindheit an ein Wortfanatiker ist und vom Vater in seiner "Tintenschlecker"-Neigung, wie man es im Dorf verächtlich nennt, immer bestärkt worden ist.


Auch wenn Walser mit seinen jüngsten Romanen nicht gerade Hits gelandet zu haben scheint, werde ich mich mit Sicherheit noch stärker mit seinem Werk beschäftigen.


LG
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Re: Martin Walser: Ein springender Brunnen

Beitragvon Nele » 31.08.2004, 13:49


Hallo Valentine,
dann lies auf jeden Fall als nächstes das fliehende Pferd von Walser, auch ein sehr guter Roman von ihm!! Obwohl von 1978, ist die Sprache sehr zeitlos und jugendlich, das wird Dir bestimmt gefallen. Und auch inhaltlich gibt das Buch einiges her, man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Zu den anderen kann ich leider nicht viel sagen, nehme hier nur eher Negativeindrücke über seine jüngsten Werke wahr.
LG, Nele
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Re: Martin Walser: Ein springender Brunnen

Beitragvon Valentine » 31.08.2004, 15:07


Liebe Nele,


vielen Dank für die Empfehlung. Das "fliehende Pferd" hat anscheinend auch vielen anderen hier Spaß gemacht, wenn ich mich recht entsinne. Wenn mein SUB mal wieder ein bisschen gesunken ist, werd ich mich mal daran machen ;-)


Schön übrigens, dass Dir die Hustvedt auch so gut gefallen hat!


LG
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Re: Martin Walser: Ein springender Brunnen

Beitragvon Danni » 31.08.2004, 20:44


>Hallo Valentine,
>dann lies auf jeden Fall als nächstes das fliehende Pferd von Walser, auch ein sehr guter Roman von ihm!! Obwohl von 1978, ist die Sprache sehr zeitlos und jugendlich, das wird Dir bestimmt gefallen. Und auch inhaltlich gibt das Buch einiges her, man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Zu den anderen kann ich leider nicht viel sagen, nehme hier nur eher Negativeindrücke über seine jüngsten Werke wahr.
>LG, Nele


Ich schließe mich Nele an! "Ein fliehendes Pferd" war mein Einzigstes von Walser, hat mir sehr gut gefallen!
LG von Danni!

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