Graham GREENE - der Dritte Mann

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Daniela » 28.09.2004, 10:01


Dafür, dass das Büchlein so dünn ist, hab ich nur relativ wenig davon gestern noch gelesen; bin ca. bei der Hälfte.


Was ich gar nicht wusste: Greene hatte eigentlich den Auftrag, ein Drehbuch über das gevierteilte Wien zu schreiben; für ihn müsse im Vorfeld aber immer eine Erzählung sein, für ein Drehbuch brauche er mehr Stoff, den er dann weglassen kann, und so ist diese Erzählung entstanden, die dennoch in einigen Punkten vom Film abweicht (wobei er selbst meint, dass der Film besser wäre).


Jedenfalls lese ich mit viel Vergnügen die Suche nach dem toten Harry Lime...


LG, Daniela

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Daniela » 28.09.2004, 22:00


.. und beendet. Ach, war das schön ;-) Klar, bei so einer Verfilmung hat man immer die Bilder dessen vor Augen, aber auch die Lektüre hat Spaß gemacht und viel vom Flair des Nachkriegswiens eingefangen.


Was ich auch heute zum ersten Mal gelesen habe: dass Greene selbst beim britischen Geheimndienst tätig war...


LG, Daniela

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Valentine » 29.09.2004, 09:42


Gestern hab ich den Dritten Mann in der Bibliothek mitgenommen ... schon mal eines aus der SZ-Bibliothek, das ich nicht kaufen muss ;-)


Die Verfilmung kenne ich im übrigen auch nicht; gehe also ganz unbeleckt an die Sache ran.


LG
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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Maria » 29.09.2004, 14:55


>.. und beendet. Ach, war das schön ;-) Klar, bei so einer Verfilmung hat man immer die Bilder dessen vor Augen, aber auch die Lektüre hat Spaß gemacht und viel vom Flair des Nachkriegswiens eingefangen.
>Was ich auch heute zum ersten Mal gelesen habe: dass Greene selbst beim britischen Geheimndienst tätig war...
>LG, Daniela


Daniela,
ich habe leider das Buch nicht mehr, war geliehen, aber in einer der Biographien (ich glaube, es war die sogenannte "nicht authorisierte") wird auf die Geheimdiensttaetigkeit Greenes sehr ausfuehrlich eingegangen. Liest sich wie ein Spionageroman, was ihm der Biograph da alles nachgewiesen haben will. Greene hat ja angeblich einen dieser Biographen selber ausgesucht, ihm Zugang zu den Materialien gegeben, weil er sich im klaren war darueber, dass frueher oder spaeter jemand seine Bio schreiben wuerde. Angeblich hatte er aber auf eine ihm "freundlichere" gehofft als dann daraus geworden ist. Or so goes the story.
Schnellen Gruss,
Maria

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Daniela » 29.09.2004, 22:35


Liebe Maria,
das klingt ja, als wäre sie wirklich nicht besonders schmeichelhaft, das macht mich natürlich - im Zusammenhang mit diesem SPionageleben - schon neugierig...


aber erstmal wird gelesen, was zu Hause ist *g*


LG, Daniela

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Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Daniela » 03.10.2004, 22:48


Ich seh den Film das erste Mal auf Englisch, bzw. eigentlich im Sprachkauderwelsch Englisch / Österreichisch, was ziemlich amüsant ist. Mir war auch ganz entfallen, dass Paul Hörbiger darin mitspielt, und wie sich das anhört, gerade, wenn er englisch spricht, kann man sich ja bestimmt vorstellen.


Ich amüsiere mich jedenfalls prächtig, wenn es auch mit der Synchronisation manchmal ganz schön hapert; das Zwiegespräch zwischen Hörbiger und Martens passt überhaupt nicht mit den Kameraeinstellungen und Lippenbewegungen zusammen. Wenn man diese Szenen dann auf die deutsche Version umstellt sieht man auch sofort, dass hier im Deutschen einfach wesentlich mehr geredet wird.


Ich mag solche uralt-Filme, man wird so schön nostalgisch dabei..
(und ausgestattet waren die prima, was für prachtvolle Wohnungen und Bars, die da gezeigt werden!)


LG, Daniela

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann / Der Film

Beitragvon Irene » 04.10.2004, 23:24


Liebe Daniela,


ja, der Film ist unsynchronisiert nochmal so gut, allein Hörbigers Englisch lohnt das Eintrittsgeld (In Wien gibt's ein Kino, in dem der Film seit Jahren zweimal wöchentlich läuft -- zumindest tat er das noch vor 2 Jahren). Das Kino liegt am RIng; Namen hab ich vergessen.
Übrigens hat die deutsche Synchronisation auch noch einen wunderbaren Hörbiger-Klopper stillschweigend beseitigt; man achte mal auf die Szene, in der er dem frisch eingetroffenen Holly Martins erklärt, er komme zu spät, denn sein Freund sei inzwischen "to hell or to heaven" -- Hörbigers Handbewegung dazu gibt einen Extra-Lacher. Des Rätsels Lösung: Er konnte nunmal kein ENglisch und ließ sich seinen Text vorsprechen. Die begleitenden Gesten konnte er deswegen nicht so sehr zielstrebig einsetzen...


Ansonsten ist dies einer der Fälle, in denen der Film das Buch übertrifft, finde ich -- bei Graham Greene natürlich eine Ausnahme sonder gleichen. Er hat halt zuerst das Drehbuch verfasst und erst hinterher den Roman draus gemacht.
Als Einsteiger-Lektüre in Sachen G.G. empfehle ich übrigens, neben [i]Unser Mann in Havanna[/i], noch [i]Der stille Amerikaner[/i]. Eins seiner stärksten Bücher.


Gruß,


irene

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann / Der Film

Beitragvon Daniela » 05.10.2004, 02:04


Liebe Irene,
mensch, das ist ja schön, von dir mal wieder zu lesen ;-) Wusste gar nicht, dass du hier immer noch mitliest!


In Wien läuft der im Original seit so ewigen Zeiten im Kino? Naja, ist ja auch ein echter Kultfilm, gerade was das Wiener Kanalnetz angeht... ich werde mal drauf achten, ob mir die anderen Sachen auch noch auffallen, die du angemerkt hast.


DER STILLE AMERIKANER kenne ich schon, das hat mich auch wirklich begeistert!
Insofern freu ich mich auch schon auf die Bände, die ich von ihm noch zu Hause habe.


Liebe Grüße, und bis hoffentlich bald mal wieder!


Daniela

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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Valentine » 20.10.2004, 11:25


So, nun hab ich ihn auch gelesen ...


Ich könnte mir vorstellen, dass Greene (wie er auch schon im Vorwort schreibt) ausgefeiltere Bücher veröffentlicht hat und dass ausgerechnet dieses Werk von ihm aufgrund des Films in der SZ-Bibliothek gelandet ist.


Aber trotzdem hab ich mich damit gut unterhalten, wenn mir auch die Zusammenhänge auf den ersten paar Seiten nicht gleich klar wurden.


Zum Schießen fand ich die Szene mit der Dichterlesung und die Verwechslung von Rollo Martins alias Buck (?) Dexter mit einem berühmten Namensvetter ;-)


Auf jeden Fall hat mir das Buch Appetit auf den Film gemacht. Und die Melodie muss ich mir mal raussuchen. Ich weiß, dass ich sie kenne, aber ich komm gerade nicht drauf.


LG
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Re: Graham GREENE - der Dritte Mann

Beitragvon Daniela » 20.10.2004, 14:41


Hallo Valentine,
Naja, es sind ja ohnehin hauptsächlich die dünnen Bücher in der SZ-Bibliothek gelandet, und Der Dritte Mann ist garantiert eines der dünnsten von Greene ;-)


Und er ist natürlich durch den Film sehr bekannt.


Ich finde auch, man muss beides zusammen genießen, falls du den Film nirgendwo auftreiben solltest, kannst du mich gerne anmailen, ich hab ihn ja auf DVD ;-)


LG, Daniela


(die sich über die Dichterlesung auch königlich amüsiert hat)

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