LITERATUREN ohne Sigrid Löffler

Hier ist Raum für alles rund um Bücher: Eindrücke nach dem Lesen, Rezensionen, Fragen, Austausch...

LITERATUREN

Beitragvon Valentine » 28.08.2003, 17:18

An alle "Literaturen"-Leser: lohnt es sich, die Zeitschrift zu abonnieren? Ich habe auf jeden Fall jetzt mal 2 Probehefte bestellt (und hoffentlich vergesse ich sie nicht wieder abzubestellen, wenn sie mir nicht gefallen sollten).


LG
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Re: LITERATUREN

Beitragvon ina » 28.08.2003, 17:44


>An alle "Literaturen"-Leser: lohnt es sich, die Zeitschrift zu abonnieren? Ich habe auf jeden Fall jetzt mal 2 Probehefte bestellt (und hoffentlich vergesse ich sie nicht wieder abzubestellen, wenn sie mir nicht gefallen sollten).
>LG
>Valentine


also bei mir variiert es, es gibt Hefte, die lese ich mit Begeisterung von der ersten bis letzten Seite und andere überfliege ich und lege sie dann auf meinen Literaturenstapel (um sie später irgendwann mal zu lesen.... *g*). Das liegt einerseits an den Haupthemen der jeweiligen Ausgabe und dann auch an meiner Lust, aber das geht wohl jedem so. Ich denke Du wirst nen ganz guten Eindruck mit Deinen beiden Leseexemplaren bekommen, außerdem kann man sie (sofern ich mich nicht total irre) jederzeit wieder abbestellen.

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Re: LITERATUREN

Beitragvon Daniela » 29.08.2003, 09:18


Hallo Valentine,
mir gehts ähnlich wie Ina - mal lese ich ein Heft von vorne bis hinten mit Begeisterung, mal blättere ich es nur durch. Erstaunlicherweise lese ich oft die Hefte viel gründlicher, von denen ich anfangs dachte, das die Themen mich eigentlich nicht interessieren; Sachen, auf die ich mich schon gefreut hatte, wie die Homestory über Ian McEwan, haben mir dagegen weniger gefallen.


Also gemischt, aber auf alle Fälle interessant - ich schwanke zwar auch immer wieder, ob ich es denn jetzt wirklich im Abo haben muss, aber sonst würde ich es mir wohl gar nicht erst kaufen.


Liebe Grüße,
Daniela

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Re: LITERATUREN

Beitragvon Valentine » 29.08.2003, 09:39


Hallo Ina & Daniela,


ist die Zeitschrift eigentlich im Abo günstiger?


LG
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Re: LITERATUREN

Beitragvon ina » 29.08.2003, 16:09


>Hallo Ina & Daniela,
>ist die Zeitschrift eigentlich im Abo günstiger?
>LG
>Valentine


mmmmh, ich kann nachher zuhause mal auf die Rechnung schauen, für mich ist sie es aber auf jeden Fall, ich bekomme nämlich Studentenermäßigung (((o:

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Russland-Schwerpunkt in der akutellen Literaturen...

Beitragvon Daniela » 31.08.2003, 00:49


Hallo zusammen,
habt ihr schon den Russland-Schwerpunkt gelesen? Was haltet ihr denn von der Krimi-Abhandlung?


Ich persönlich habe mich darüber ziemlich geärgert. Denn eigentlich schimmert aus jedem Wort, auch wenn ein Krimi oberflächlich gelobt wird, durch: "das hier ist zweitklassige, nein, eher drittklassige Literatur". Auch die anderen Artikel über Russland haben mich ehrlich gesagt nicht unbedingt angesprochen, also ich würde daraufhin (der letzte Teil fehlt mir allerdings noch) kein verstärktes Interesse an russischer Literatur entwickeln.


Wie gings euch damit?


LG; Daniela

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Re: Russland-Schwerpunkt in der akutellen Literaturen...

Beitragvon Annie » 01.09.2003, 11:38


Hallo Daniela,


ich habe gestern auch LITERATUREN gelesen. Und auch mich hat besonders der Krimi-Beitrag geärgert. Zum einen sind zwei Fehler drin, dann wird Platowa positiv erwähnt (das erste Buch von ihr halte ich für den schlechtesten russischen Krimi, den ich bisher gelesen habe), Akunin wird aufgrund der Tatsache, daß er keine „Krimi-Königin“ ist, gar nicht erwähnt, von Dankowtsewa wird auf das neue Buch eingegangen, aber nicht auf das wirklich gute erste ihrer Triologie. Tja, da wurde wohl jemand gezwungen, über russische Krimis zu schreiben?!


Die Rezensionen fand ich ganz gut, die Grundbeiträge nicht wirklich erhellend.


Soweit von mir. Viele Grüße


Annie



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Re: Russland-Schwerpunkt in der akutellen Literaturen...

Beitragvon Daniela » 04.09.2003, 23:45

Das Kriminal hat mir wieder einmal ausgezeichnet gefallen, und das nicht nur, weil ich einer Meinung mit Franz Schuh über Veit Heinichen bin - ich mag auch die Art, wie er schreibt.
Die Bücher des Monats wurden ebenfalls wieder sehr ansprechend aufbereitet; diese Kritiken lese ich auch dann gerne, wenn ich normalerweise nicht zu einem Buch des Autors greifen würde, weil ich sie sehr informativ finde. Was da über
"das bevorzugte Geschlecht" von Martin van Creveld geschrieben wurde, lässt einem beim GEdanken daran, dass so ein Buch tatsächlich verlegt wird, die Haare zu Berge stehen; Adorno würde ich wahrscheinlich nicht lesen, habe mich aber gefreut, durch die Vorstellung seiner "Briefe an die Eltern" wieder etwas mehr erfahren zu haben.
Alles in allem - ich werde sie weiter lesen ;-)
LG, Daniela
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Re: Russland-Schwerpunkt in der akutellen Literaturen...

Beitragvon Annie » 05.09.2003, 13:40


>Hallo Daniela,


ja, bei „Die nackte Pionierin“ bin ich auch am Überlegen. Und das mit dem Autor/Übersetzer war mir aufgefallen (Tretner, nicht?). Da ich auch noch nicht alles gelesen habe, muß ich mir jetzt erst mal das Creveld-Buch ansehen – da hast Du mich neugierig gemacht. Den Beitrag über Tisma fand ich interessant, da ich im Urlaub gerade sein „Gebrauch des Menschen“ gelesen habe.


Und ich kaufe Literaturen ja jetzt nach Bedarf – beim Russland-Schwerpunkt konnte ich da natürlich nicht widerstehen. *g*


Schönes Wochenende.


Annie

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Literaturen 12 / 03...

Beitragvon Daniela » 19.11.2003, 22:51

Hallo ihr Lieben,
eine kurze Zusammenfassung zu dieser Literaturen:


Das Titelthema hat mich nicht interessiert.
Lebenshilfe ebensowenig.
Das Kriminal hatte mit Wien eigentlich einen Aufhänger, der für mich gemacht war - hat mir aber trotzdem nicht zugesagt.
Die Bücher des Monats... da waren noch 3 Artikel dabei, die ich lesen wollte, über "Der Schatten des Windes" beispielsweise, den Beitrag fand ich gut und informativ, hat mich doch verlockt, es eventuell mit dem Buch zu versuchen, obwohl ich skeptisch bin (ich mag es nicht, wenn gar zu viele Windungen und Irrungen zu bewältigen sind - für mich wollen manche Autoren damit von den Schwächen ihrer Konzeption ablenken)
Auch über das Tintenherz habe ich gerne gelesen, neugierig war ich auch auf die Absätze über Denis Johnson.


Das Portrait hab ich ja schon erwähnt, das fand ich sehr lesenswert.


Beiseite - naja,
Kinderseite: erstaunt mich immer wieder, finde ich generell ausgezeichnet
Journal - nur bedingt,


Musik-Literatur hatte ich mir wesentlich mehr erwartet!


Kurz und bündig - naja, Magazin hat mich vor allem natürlich die "Post aus Dublin" interessiert, die man vermutlich bald im Perlentaucher nachlesen kann - INA! *g* die wollen mit rauchen in den irischen Pubs aufhören!


Alles in allem: ein wenig mau...


das nächste Mal gibts ein Special über Thomas Bernhard. Vielleicht doch ein Grund, das Abo noch nicht zu kündigen...


LG, Daniela

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neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Stephan » 25.03.2004, 14:18

Grund: die neueste Ausgabe.
Nach Raoul Schrott in der Oktoberausgabe ist nun Martin Walser dran:
seine 'sprachlichen Ausfälle', die seine 'Paulskirchenrede so anfechtbar', den 'Tod eines Kritikers' so 'degoutant' machen.
Und das ist die einhellige Meinung der 'Literaturen-Redaktion' ! ;-)
Sigrid Löffler an einem neuerlichen Tiefpunkt des deutschen Feuilletons.
Und ich dachte schon, nach dem gelungenen Thomas-Bernhard-Artikel sei Besserung
in Sicht.
Liebe Grüße aus Wien,
Stephan


ps. selbstverständlich sind zu Martin Walser mehrere Meinungen möglich,
der hier angeschlagene Ton (es wird ganz unverhohlen gedroht !) ist jedoch ungeheuerlich, mir bis dato nur aus einschlägigen rechtsextremen Postillen bekannt.

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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Harry » 25.03.2004, 16:03


>Grund: die neueste Ausgabe.
>Nach Raoul Schrott in der Oktoberausgabe ist nun Martin Walser dran:
>seine 'sprachlichen Ausfälle', die seine 'Paulskirchenrede so anfechtbar', den 'Tod eines Kritikers' so 'degoutant' machen.
>Und das ist die einhellige Meinung der 'Literaturen-Redaktion' ! ;-)
>Sigrid Löffler an einem neuerlichen Tiefpunkt des deutschen Feuilletons.
>Und ich dachte schon, nach dem gelungenen Thomas-Bernhard-Artikel sei Besserung
>in Sicht.
>Liebe Grüße aus Wien,
>Stephan
>ps. selbstverständlich sind zu Martin Walser mehrere Meinungen möglich,
>der hier angeschlagene Ton (es wird ganz unverhohlen gedroht !) ist jedoch ungeheuerlich, mir bis dato nur aus einschlägigen rechtsextremen Postillen bekannt.
>


Hallo Stephan,


probier es doch mal mit einem Leserbrief, da kannst du deine Empörung über den Artikel wohl am besten anbringen. Ich habe mir angewöhnt Zeitungen, die mir nicht entsprechen oder deren Meinungsdarstellung für mich zu einseitig ist, einfach zu ignorieren und nicht mehr zu lesen. Ein ganz persönlicher Boykott gewiss, aber ein hilfreicher. Aber du schreibst ja, dass das Thomas Bernhard-Heft gar nicht so schlecht war. Du scheinst den "Literaturen" ja doch was abgewinnen zu können, wenn die Darstellungen mit deinem Geschmack und mit deiner Meinung kompatibel sind. Ich muß sagen, mich hat die Zeitschrift von Anfang an nicht sonderlich angesprochen, ich weiß aber nicht genau warum.


LG


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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Valentine » 25.03.2004, 17:25


Obwohl ich ja von generellen Boykottaufrufen nicht viel halte, weil jeder für sich entscheiden muss, was er gut oder schlecht findet, bin ich von den "Literaturen" nicht sonderlich angetan.


Ich hatte mir zwar im Herbst die beiden Probehefte bestellt und dann auch das Abo drangehängt, aber irgendwie geht es mir wie Harry: die Zeitschrift trifft einfach nicht meinen Nerv. Die meisten Artikel sind mir zu abgehoben und lehrerhaft, zu literaturwissenschaftlich. Viele Bücher und Autoren kenne ich nicht. Das ist ja an sich nix Schlimmes, aber das, was dort vorgestellt wird, will ich auch nicht lesen. Also werde ich mein Abo wohl demnächst wieder kündigen.


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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Harry » 26.03.2004, 14:59


>Obwohl ich ja von generellen Boykottaufrufen nicht viel halte, weil jeder für sich entscheiden muss, was er gut oder schlecht findet, bin ich von den "Literaturen" nicht sonderlich angetan.
>Ich hatte mir zwar im Herbst die beiden Probehefte bestellt und dann auch das Abo drangehängt, aber irgendwie geht es mir wie Harry: die Zeitschrift trifft einfach nicht meinen Nerv. Die meisten Artikel sind mir zu abgehoben und lehrerhaft, zu literaturwissenschaftlich. Viele Bücher und Autoren kenne ich nicht. Das ist ja an sich nix Schlimmes, aber das, was dort vorgestellt wird, will ich auch nicht lesen. Also werde ich mein Abo wohl demnächst wieder kündigen.
>LG
>Valentine


"Abgehoben und lehrerhaft" trifft es ziemlich gut, mir ging es auch so bei der Lektüre der Zeitschrift.


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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Valentine » 06.04.2004, 11:41


>"Abgehoben und lehrerhaft" trifft es ziemlich gut, mir ging es auch so bei der Lektüre der Zeitschrift.


Dafür haben sie jetzt die Quittung gekriegt. Ich hab letzte Woche mein Abo gekündigt und hoffe sehr, dass der Brief auch ankommt ;-)


Hat sonst wer hier noch "Literaturen" abonniert oder guckt Ihr nur gelegentlich mal am Kiosk rein?


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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Claudia » 06.04.2004, 13:30


Hallo zusammen,


ist mir völlig schleierhaft, wie man diese tolle Zeitschrift so niedermachen kann. Schade! Ich bin Abonnentin seit der ersten Nummer und habe es bisher nicht bereut. Ich freue mich jeden Monat, wenn ich die "Literaturen" im Briefkasten habe.


Mich würde mal interessieren, was Ihr oberlehrerhaft und abgehoben findet.
Mir gefällt gerade gut, dass sich die Autoren ernsthaft bemühen, den Lesern ein Buch bzw. die Literatur nahe zu bringen und nicht (wie z.B. Frau Heidenreich) auf simple Verkaufe machen. So unter dem Motto "was mir gefällt, muß ganz Deutschland lesen". Das ist mir zu primitiv.


Und welche Alternativen gibt es denn? Seit es das Literarische Quartett und Bücher, Bücher nicht mehr gibt? Auf dem gedruckten Markt fällt mir dazu nichts ein. Ich habe jedenfalls keine Zeit, täglich mehrere Zeitungen durchzuarbeiten. Zum Glück gibt es ja noch den Perlentaucher.
Ansonsten komme ich hier zum Forum (Danke, Daniela!) und lese eben die Literaturen.


Schöne Grüße,
Claudia


Schöne Grüße,

Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Literaturen

Beitragvon Valentine » 06.04.2004, 13:43


[i]Mich würde mal interessieren, was Ihr oberlehrerhaft und abgehoben findet.[/i]


Mich stört vor allem die geschraubte Ausdrucksweise in vielen Artikeln, die Bücher und Autoren werden für mich zu wissenschaftlich analysiert und zergliedert, man sucht nach Intentionen und Hintergedanken des Geschriebenen (was prinzipiell natürlich gut und interessant ist), ist superkritisch und bringt, für mich zumindest, wenig Emotionen rüber.


Von Elke Heidenreichs Sendung bin ich im übrigen nicht begeistert. Das Argument "Jeder muss es lesen, weil es mir gefällt" ist natürlich auch Quatsch. Jeder muss für sich entscheiden, woran er beim Lesen Freude hat.


Doch Lesen ist für mich ein Genuss und somit auch eine emotionale Sache. Die "Literaturen" schafft es mit ihrem nüchternen und, ja, mir zu lehrerhaften Tonfall nur höchst selten, mich für eins der vorgestellten Bücher zu interessieren.


[i]Und welche Alternativen gibt es denn? Seit es das Literarische Quartett und Bücher, Bücher nicht mehr gibt? Auf dem gedruckten Markt fällt mir dazu nichts ein. Ich habe jedenfalls keine Zeit, täglich mehrere Zeitungen durchzuarbeiten. Zum Glück gibt es ja noch den Perlentaucher.[/i]


Die Alternativen sind dünn gesät, da hast Du recht. Ein Niveaukompromiss zwischen dieser neuen Zeitschrift "Bücher" und den "Literaturen" würde mir gut gefallen, eine Publikation, in der die Lust am Lesen genauso ins Spiel kommt wie die Analyse von Inhalten, Intentionen etc.


[i]Ansonsten komme ich hier zum Forum (Danke, Daniela!)[/i]


Das sowieso! ;-)


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Re: neuerlicher Aufruf zum Boykott der Literaturen

Beitragvon Thommy » 06.04.2004, 13:53


also ich finde es auch gut, daß es so eine umfassende Zeitschrift zum Thema Literatur gibt. Klar gefällt einem nicht jede Ausgabe gleich gut,
aber ich denke das ist das Problem bei jedem Abo. Insgesamt finde ich aber die thematische Bandbreite sehr schön, zumal auch Themen behandelt werden, die einem nicht jeden Tag über den Weg laufen.


Und Oberlehrerhaft? Ich weiß nicht!! Mir gefällt gerade an dieser Zeitschrift, daß die Kritik sorgfältig und respektvoll mit der Literatur umgeht, und nicht mit dieser feuilletonhaften Holzhammermethode zu Werke schreitet.


Gruß


Thommy

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Re: Literaturen -

Beitragvon Anja » 06.04.2004, 15:55


>[i]Mich würde mal interessieren, was Ihr oberlehrerhaft und abgehoben findet.[/i]
>Mich stört vor allem die geschraubte Ausdrucksweise in vielen Artikeln, die Bücher und Autoren werden für mich zu wissenschaftlich analysiert und zergliedert, man sucht nach Intentionen und Hintergedanken des Geschriebenen (was prinzipiell natürlich gut und interessant ist), ist superkritisch und bringt, für mich zumindest, wenig Emotionen rüber.
>Von Elke Heidenreichs Sendung bin ich im übrigen nicht begeistert. Das Argument "Jeder muss es lesen, weil es mir gefällt" ist natürlich auch Quatsch. Jeder muss für sich entscheiden, woran er beim Lesen Freude hat.
>Doch Lesen ist für mich ein Genuss und somit auch eine emotionale Sache. Die "Literaturen" schafft es mit ihrem nüchternen und, ja, mir zu lehrerhaften Tonfall nur höchst selten, mich für eins der vorgestellten Bücher zu interessieren.
>[i]Und welche Alternativen gibt es denn? Seit es das Literarische Quartett und Bücher, Bücher nicht mehr gibt? Auf dem gedruckten Markt fällt mir dazu nichts ein. Ich habe jedenfalls keine Zeit, täglich mehrere Zeitungen durchzuarbeiten. Zum Glück gibt es ja noch den Perlentaucher.[/i]
>Die Alternativen sind dünn gesät, da hast Du recht. Ein Niveaukompromiss zwischen dieser neuen Zeitschrift "Bücher" und den "Literaturen" würde mir gut gefallen, eine Publikation, in der die Lust am Lesen genauso ins Spiel kommt wie die Analyse von Inhalten, Intentionen etc.
>[i]Ansonsten komme ich hier zum Forum (Danke, Daniela!)[/i]
>Das sowieso! ;-)
>LG
>Valentine


Der Artikel über Bruno (?) Schulte (u.a. Die Zimtläden) zb hat mich schon davon überzeugt, mir den Autor mal anzugucken.

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.

Beitragvon Ela » 06.04.2004, 22:18

.
Zuletzt geändert von Ela am 09.12.2012, 15:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Literaturen - Länge der Artikel

Beitragvon Anja » 07.04.2004, 15:41


>Hi,
>ich war kurz vor Veröffentlichung der ersten Ausgabe bei einer Veranstaltung mit den Herausgebern, auf der sie darstellten, was sie mit der Zeitschrift bezwecken.
>Sie wollten eine Zeitschrift herausbringen, die ganz besonders den Fachleuten, also z.B. Buchhändlern und Bibliothekaren etwas an die Hand gibt, um sich über Bücher zu informieren.
>Nun, dieses Ziel haben sie gründlich verfehlt. Keine Buchhändlerin oder Bibliothekarin hat die Zeit, sich seitenlange Artikel durchzulesen, die - zumindest in den ersten Ausgaben - kaum eine Inhaltsangabe, dafür aber viel Interpretation enthielten.
>Ich habe mir nach der Ausgabe 3 kein Exemplar mehr angesehen, weil ich mich in meiner Lesezeit lieber den Büchern als irgendwelchen Artikeln über Bücher in Spiegel-Länge widme.
>Gute Rezensionen finden sich in der NZZ, der Zeit und der FAZ.
>Gruß, Ela


Ich weiss nicht, ob das auch am Anfang so war- aber zur Zeit gibt es am Anfang des Heftes ein paar längere Artikel und in der Mitte dann kürzere Rezensionen, so 1-2 Seiten- und das ist dann genau so lang wie in der FAZ oder in der Zeit.

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LITERATUREN ohne Sigrid Löffler

Beitragvon Dana » 23.09.2008, 18:05

Abschied der Literateurin

Die langjähtige Mitstreiterin im „Literarischen Quartett“ feiert einen weiteren Abschied: Sigrid Löfflerer (66, Foto), beendet ihre Tätigkeit für die Zeitschrift „Literaturen“ zum Jahresende.

Hier die Meldung im Buchreport.

------------------------------------------------------------

Ich bin verblüfft und verwirrt und traurig ... Als Abonnentin der ersten Stunde war die Zeitschrift für mich immer eng mit Sigrid Löffler verbunden ...

LG,
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Bücher sind wie Freunde: Man braucht nur wenige, aber gute.

Ich lese gerade:

A. L. Kennedy: Der letzte Schrei
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Re: LITERATUREN ohne Sigrid Löffler

Beitragvon Daniela » 23.09.2008, 19:02

Hallo Dana,
danke für die Nachricht ;-)
Sigrid Löffler ist für mich auch (fast hätte ich jetzt gesagt "untrennbar") mit Literaturen verbunden, ich habe gerade ihre umfassenden Artikel (zb zu A.L. Kennedy) immer ausgesprochen gerne gelesen.
Vielleicht denkt sie ja auch nur langsam daran, kürzer zu treten, in den Ruhestand über zu gehen? Oder aber... sie schreibt selber was? Bin jedenfalls gespannt darauf, was man als nächstes von ihr hört, und traurig, dass Literaturen zukünftig ohne sie erscheint.

LG,
Daniela

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Re: LITERATUREN ohne Sigrid Löffler

Beitragvon Dana » 26.09.2008, 10:21

Daniela hat geschrieben:Bin jedenfalls gespannt darauf, was man als nächstes von ihr hört, und traurig, dass Literaturen zukünftig ohne sie erscheint.


Angeblich weiß die taz schon einiges:

Ein Wort, das sie nur wie mit spitzen Fingern in den Mund nehmen kann, lautet 'Servicemagazin'. Sie habe die begründete Befürchtung, dass Literaturen von der Geschäftsführung in so eine Richtung entwickelt werden soll. Sie sagt: 'Wenn eine Änderung der Blattlinie in diese Richtung beabsichtigt ist, dann kann ich dafür nicht mehr zur Verfügung stehen.' Nach dem Satz lächelt sie nicht."


Und die Antwort darauf, was sie mit ihrer Zeit nun anfangen möchte:

Ich möchte austesten, ob es für Literaturkritik, wie ich sie mir vorstelle, noch einen Markt gibt. Darauf bin ich neugierig.


Da können wir gespannt sein :)

LG,
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Ich lese gerade:

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Re: LITERATUREN ohne Sigrid Löffler

Beitragvon Irving » 26.09.2008, 11:09

Hier ein weiterer (kurzer) Artikel aus der Morgenpost:

http://www.morgenpost.de/printarchiv/ku ... bgang.html

Klingt nicht gut für die Zeitschrift, die ich von Anfang an abonniert habe; leider finde ich die Zeitschrift nicht (mehr) sehr gut. Viele Dinge sprechen mich nicht an. Obwohl ich das Niveau - derzeit - noch für recht hoch halte.

Gruß
Irving
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