Marina Heib - Weißes Licht/Der Bestatter

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Marina Heib - Weißes Licht/Der Bestatter

Beitragvon Valentine » 13.03.2012, 12:52



Christian Beyer und sein Spezialistenteam werden ins Saarland gerufen, wo die Leiche eines Jungen gefunden wurde, sorgfältig im Wald aufgebahrt. Bei dem Kind wurde ein Papier mit einem Bibelvers darauf gefunden. Alles deutet darauf hin, dass der kleine Klaus Opfer des Serienmörders wurde, der seit einiger Zeit in ganz Deutschland sein Unwesen treibt.

Um die grausamen Taten endlich abzustellen, wird das Eliteteam - Befehl von "oben" - durch den beim FBI zum Profiler ausgebildeten Halb-Amerikaner Pete verstärkt. Christian und seine Kollegen sind darüber nicht sonderlich begeistert, was Pete auch ziemlich zu spüren bekommt. Seine Affäre mit der Psychologin Anna Maybach bringt überdies auch mehr Schwierigkeiten als Freude mit sich ...

Ich gehöre wahrlich nicht zur zimperlichen Fraktion und kann mit Blut und Gedärmen ganz gut umgehen (auch wenn ich sinnlose Metzelorgien alleine um der Gewalt willen nicht mag). Es gibt aber für mich gewisse Grenzen, wenn es um pädophile Straftaten geht. Mir scheint, als habe die Autorin hier unbedingt durch Detailgenauigkeit die besondere Brutalität und Perversität des Täters herausstellen wollen. Das war mir zuviel des Widerlichen, ganz ehrlich.

Das war jedoch nicht das einzige Manko des Buches. Mir war vom ganzen Team keiner wirklich sympathisch, ich fand die Figuren ziemlich holzschnittartig gezeichnet. Für mich blieben sie konstruierte Papiertiger. Auch der Fall selber erschien mir ziemlich konstruiert, so dass ich nach 2/3 endgültig das Interesse verloren und quergelesen habe (wobei sich dann zeigte, dass auch die Auflösung recht gewollt daherkam).

In der Neuauflage heißt das Buch übrigens schön reißerisch "Der Bestatter" :?
Medicine, law, banking - these are necessary to sustain life.
But poetry, romance, love, beauty - these are what we stay alive for.

(Dead Poets Society)
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