Arne Dahl - Misterioso

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Arne Dahl - Misterioso

Beitragvon Valentine » 13.03.2012, 12:55



Kommissar Paul Hjelm ist nach einem "Vorfall" vom Dienst suspendiert und hadert mit sich selbst. In dieser angespannten Lage bekommt er unerwartet eine zweite Chance und wird in die neu gegründete "A-Gruppe" berufen, ein Expertenteam, das landesweit zur Aufklärung besonders brisanter Kriminalfälle eingesetzt werden soll. Die Gruppe hat auch gleich ihren ersten Auftrag - zwei einflussreiche Geschäftsmänner sind auf exakt dieselbe Weise getötet worden und es steht zu befürchten, dass es zu weiteren Morden kommt.

Während das bunt zusammengewürfelte Team noch versucht, sich aufeinander einzustellen, ist also Fingerspitzengefühl und gute Recherche gefragt, um erneute Mordanschläge zu verhindern, doch das ist leichter gesagt als getan. Die Zusammenhänge zwischen den Morden sind zwar offensichtlich, aber Motiv und potentieller Täter vollkommen unklar.

Hinzu kommen auch noch massive Probleme in Pauls Privatleben. Unruhige Zeiten für den Kommissar.

Der Auftakt zu Dahls Romanen um die A-Gruppe liest sich anfangs gut. Interessant ist die Gruppendynamik im neu geschaffenen Ermittlungsteam, wo sehr unterschiedliche Einstellungen und Persönlichkeiten aufeinanderprallen und jeder erst einmal seinen Platz finden muss. Der Mordfall an sich nervte mich von Beginn an ein wenig - wahrscheinlich habe ich inzwischen schon viel zu viele Serien-/Ritualmörderkrimis gelesen. Auch das problematische Privatleben des Hauptprotagonisten ist schon fast obligatorisch und berührte mich eher wenig, zumal es zwischen Paul und seiner Frau ziemlich am Anfang eine echt eklige Szene gab.

Einige Leser der "A-Gruppen"-Reihe bemängeln, dass es wenig Identifikationspotential gibt, weil es so viele Ermittler und keine echte Hauptfigur gibt. Das störte mich gar nicht so sehr, allerdings hätte ich auf ein paar Phantasien Pauls über seine Teamkollegin gut verzichten können.

Der erst durchaus spannende Kriminalfall wurde dann so verworren und konstruiert, dass ich immer mehr das Interesse verloren und am Ende eigentlich nur mehr quergelesen habe. Die späteren Bände der Reihe fand ich deutlich besser.
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