Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

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Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Tomke » 16.11.2012, 17:18



Es kommt nicht häufig vor, dass mir ein Buch von weniger als 200 Seiten als lang und zäh erscheint, doch bei Gasdanow war es leider so. Die jubelnden Rezensionen, die von einer bedeutenden Wiederentdeckung sprechen und Gasdanow mit Nabokov vergleichen, kann ich nicht nachvollziehen.

Der kurze Roman (eigentlich eher eine Novelle) beginnt furios und setzt ein Thema, das durchaus spannend sein könnte. Dann aber verliert sich der Autor in seiner Handlung. Der Erzählung fehlt jegliche Stringenz. Wir werden zu einem Boxkampf mitgenommen, erleben eine Liebesgeschichte - und all das, ohne dass erkennbar wäre, wie diese Episoden zum ersten Thema in Beziehung stehen.
Hinzu kommt, dass mir der Stil des Autors etwas unbeholfen erschien. Schlecht sitzende Metaphern und dauernde rhetorische Übertreibungen haben meine Lesefreude deutlich getrübt. Das könnte natürlich an der Übersetzung liegen, wobei ich denke, dass Frau Tietze ihr Handwerk beherrscht (ihr Nachwort hat mir vom Buch insgesamt am besten gefallen).

Mein Fazit: Gasdanow ist wohl deshalb heute vergessen, weil er einfach nicht die Qualität produziert hat, die ihn an die Seite der großen Namen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts stellt.
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Dana » 19.11.2012, 12:03

Tomke hat geschrieben:Mein Fazit: Gasdanow ist wohl deshalb heute vergessen, weil er einfach nicht die Qualität produziert hat, die ihn an die Seite der großen Namen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts stellt.


Danke Tom, der ganze Lob in der Presse (ich bin über keine negative Rezension gestolpert) kam mir schon etwas verdächtig vor.

Dein Fazit ist genau das Gegenteil von dem einer Lesefreundin: Sie fand das Buch stark, konnte es nicht aus der Hand lassen.
Es hätte mich interessiert, was sie, auch eine große Nabokov-Leserin, zum Vergleich mit dem Meister sagt. Die Frage kann ich aber nachholen.

LG,
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Dana » 20.11.2012, 10:06

Hallo Tom,

das Buch wird heute im Literaturclub besprochen. Ich bin gespannt!

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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Tomke » 20.11.2012, 11:20

Da bin ich auch mal gespannt!
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Dana » 24.01.2013, 10:18

Hallo Tom,

nun bin ich auch dabei, das Buch zu lesen. Der Anfang ist wirklich stark und viel versprechend, danach geht es ein bisschen in eine andere Richtung als erwartet.

Bei mir hat die Begeisterung nach 100 Seiten auch ziemlich nachgelassen, so dass ich mir als Motivationsschub den Beitrag im LC angeschaut habe.

Da waren sie ja auch alle hellauf begeistert und mir ist ein Stichwort im Gedächtnis geblieben: Spiegelkabinett. Vielleicht sollte ich doch mehr auf die Struktur / Konstruktion des Buches achten und mich nicht unbedingt an der Handlung halten. Das versuche ich nun und melde mich am Ende.
(denn das würde ein bisschen auch den Vergleich mit Nabokov rechtfertigen)

Übrigens: du wirst lachen, aber mich hat das Buch am Anfang an “Schatten des Windes” von Zafon erinnert. Wird da nicht auch nach einem Phantomschriftsteller gesucht ? :-)

LG,
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Tomke » 24.01.2013, 10:28

Liebe Dana,

vielen Dank. Nachdem ich sooo viel Gutes über das Buch gehört habe, zweifele ich schon an mir selbst.

Was mich beim Lesen auch störte, waren einige falsche Bilder und Metaphern.

So trifft der Erzähler ja auf einen Mann, der ein Buch mit sich herumträgt (die Namen sind mir gerade nicht mehr im Gedächtnis), das er nicht lesen kann, weil er die Sprache nicht beherrscht. Im Buch kommt dann der Satz: Das Buch lag neben ihm wie ein Manuskript in einer unverständlichen Sprache. ... Wieso 'wie'? Es ist doch ein Text in einer unverständlichen Sprache, also stimmt die Metapher gar nicht.

Dann gab es die Beschreibung des Boxkampfs. Einer der Boxer wird beschrieben mit dem Satz: Es ging ihm ein besonderer Ruf voraus, weil er immer bis zum K. O. kämpfte. ?? Tut man das beim Boxkampf nicht ohnehin? Was soll daran also das Besondere sein?

Solche Dinge sind mir mehrfach aufgefallen, auch sonst einige ausgeleierte Beschreibungen.
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Dana » 04.02.2013, 11:47

Hallo Tom,

das Meisterwerk habe ich schon vor ein paar Tagen ausgelesen und ich muss dir recht geben:

“Mein Fazit: Gasdanow ist wohl deshalb heute vergessen, weil er einfach nicht die Qualität produziert hat, die ihn an die Seite der großen Namen der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts stellt.”


Nach dem fulminanten Anfang, lässt das Buch in meinen Augen deutlich nach, um zu einem komischen Ende zu kommen.

Spoiler:
Wozu hat er die Schießerei am Ende gebraucht? Nur um die Pistole zu rechtfertigen, die ein Journalist bei sich hat?


Ich finde es schade, denn die Ideen fand ich gut: Wie entsteht Schuld, wie lebt man damit, wie lebt man weiter nachdem man dem Tod so nahe war? usw.

Nachdem mich das Ende so geärgert hat, hatte ich keine Lust, mich weiter mit dem Buch zu beschäftigen (und z.B. die so gelobte Konstruktion zu würdigen) Es mag sein, dass die jubelnden Kritiker andere Kriterien hatten, meine erfüllt dieses Buch leider nicht.

Und nun zur Erfrischung werde ich ein paar Erzählungen von Nabokov lesen :-)

LG,
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Dana » 04.02.2013, 11:49

PS: Nicht das Ende an sich hat mich geärgert, sondern der Weg dahin!
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Tomke » 04.02.2013, 13:55

Liebe Dana,

ich bin soooo froh, dass Du das ebenso empfunden hast. Ich dachte schon, bei mir ist eine Schraube locker, nachdem das Buch so hochgejubelt wurde...

LG
Tom
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Daniela » 08.11.2013, 20:59

Ihr beiden Lieben,
das Buch ist ja meine aktuelle Lesegruppenlektüre, und ich komme - wie im Moment scheinbar bei allen Büchern - nicht so recht voran.

Daher habe ich mal in den Kommentaren hier gespickt - dass sie nicht positiv ausfielen, war mir ja noch in Erinnerung, aber die Details konnte ich nicht mehr erinnern.

Eigentlich wollte ich mir die von Tom angeprangerten Stellen gleich mal markieren, um in der Diskussion Munition parat zu haben, aber ich habe sie nicht gefunden. Tom, könntest du mir da vielleicht nochmal weiterhelfen? Wäre nett, danke!


Tomke hat geschrieben:Liebe Dana,

vielen Dank. Nachdem ich sooo viel Gutes über das Buch gehört habe, zweifele ich schon an mir selbst.

Was mich beim Lesen auch störte, waren einige falsche Bilder und Metaphern.

So trifft der Erzähler ja auf einen Mann, der ein Buch mit sich herumträgt (die Namen sind mir gerade nicht mehr im Gedächtnis), das er nicht lesen kann, weil er die Sprache nicht beherrscht. Im Buch kommt dann der Satz: Das Buch lag neben ihm wie ein Manuskript in einer unverständlichen Sprache. ... Wieso 'wie'? Es ist doch ein Text in einer unverständlichen Sprache, also stimmt die Metapher gar nicht.

Dann gab es die Beschreibung des Boxkampfs. Einer der Boxer wird beschrieben mit dem Satz: Es ging ihm ein besonderer Ruf voraus, weil er immer bis zum K. O. kämpfte. ?? Tut man das beim Boxkampf nicht ohnehin? Was soll daran also das Besondere sein?

Solche Dinge sind mir mehrfach aufgefallen, auch sonst einige ausgeleierte Beschreibungen.


Ich habe dazu nur folgende Passagen gefunden:
Die Kämpfe gewann er dank seiner häufigen coprs á corps, seine Schläge trafen immer die Rippen des Gegners, und in seiner gesamten Karriere gab es nur zwei klassische Knockouts, beide vollkommen zufällig.
... usw. usw
Übrigens endet ein Kampf nicht zwingend mit einem KO, soweit ich weiß, es gibt auch Siegen nach Punkten, das macht wohl der amerikanische Gegner, der aufgrund seiner wenigen KOs als unterlegen gilt.


Nun ja, ich werde mal weiterlesen. Irgendwie plätschert das gerade alles ein wenig an mir vorbei. Ich bin gespannt auf die Kommentare am Montag...

LG; Daniela
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Daniela » 09.11.2013, 07:13

Gerade über eine Passage gestolpert, die mir beim Lesen unangenehm auffiel:

.. und im dritten geschminkte Junge Männer mit laxen Gang und einem schwer fassbaren Ausdruck seelischer Syphillis im Gesicht.


Seelische Syphillis??
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Daniela » 11.11.2013, 14:08

ich habe es zu Ende gelesen, und mein Urteil fällt eher mau aus...

ich kann zwar, wenn ich mir Mühe gebe, so manche der Spiegelungen erkennen, aber das Problem ist: es hat mich einfach nicht mehr genug interessiert. Es war auch so vieles so vorhersehbar, also.

Spoiler:
ab dem Zeitpunkt, da Jelena von ihrer Vergangenheit erzählt, von dem Mann, der sie da in London so bezaubert hat, ist ja klar, dass es sich ebenfalls um Sascha Wolf handelt. Womit dann auch klar ist, was der Verleger gegen ihn hat... das erklärt zwar, was diese Liebesgeschichte in dieser Ausführlichkeit da zu suchen hatte.


Ich bin gespannt, was heute abend darüber gesprochen wird. Die ersten Reaktionen waren nicht ganz so berauschend...
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Daniela » 14.11.2013, 12:25

Hier ist nun ein Link zu meiner Kritik und gleichzeitig Bericht unseres Lesekreistreffens:

http://www.die-leselust.de/blog/gaito-g ... dra-volfa/
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Tomke » 23.11.2013, 20:30

Gerade sendete der DLF eine Hörspielbearbeitung des Romans.

Dabei ist mir noch einmal etwas klarer geworden, was mir an dem Buch nicht gefallen hat. Neben dem übertriebenen Einsatz von Superlativen, die mir stilistisch nicht gefallen, ist es vor allem die Tatsache, dass der Autor zu viel behauptet, ohne es zu zeigen. Er nimmt die Leser nicht mit ins Bild, mit in die Geschichte, sondern berichtet einfach, welche Seelenzustände seine Protagonisten erfahren. Insofern wird der Roman zu einem nicht ganz kunstlosen Ideenkonstrukt, aber aus meiner Sicht nicht zu einer gelungenen Erzählung.
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Re: Gaito Gasdanow: Das Phantom des Alexander Wolf

Beitragvon Atalante » 11.05.2016, 20:17

Jetzt bin ich aber auch beruhigt und sehr einverstanden mit euren Einschätzungen, Dana, Tom und Daniela.

Zu Beginn fand ich es fulminant, im russischen Restaurant etwas mondianohaft mysteriös, während des Boxkampfes hätte ich beinahe kapituliert, aber eine Lesekreisaufgabe darf man nicht einfach weglegen.

Die Empfindungen des Erzählers in der Liebesgeschichte sind dem Autor psychologisch gut gelungen. Aber das letzte Drittel dieses schmalen Buchs hat sich sehr in die Länge gezogen. Ein immerwährendes Kreisen um die "Was wäre wenn"-Überlegungen des Protagonisten. Dazu die vollkommen unvermittelt platzierte Verbrecherstory um eine Figur, die niemand kennt.

Am meisten hat mich geärgert, daß der Erzähler noch über das Phantom des AW grübelt, wenn seine Zuhörer schon längst die Zusammenhänge kennen. Sehr seltsam! Ab S. 104 habe ich nur noch weiter gelesen, weil ich neugierig war, wann er es endlich kapiert.

Sprachlich haben mich die vielen "Intonationen" gestört, die Gasdanow oder Tietze, Jelena unterlegen. Mindestens einmal darf auch AW mit einer bestimmten Intonation sprechen. Na ja, ich habe nicht gezählt. ;)

Und dann die Chronologie! :geek:
Ich weiß, literarische Freiheit usw., man soll nicht alle Angaben auf die Goldwaage legen. Aber der Autor führt selbst jede Menge Zahlen ein. Da stimmt so einiges nicht. Ein Beispiel: Jelena heiratet mit 17, zur gleichen Zeit ist der Erzähler im Bürgerkrieg, und damit etwa im gleichen Alter wie sie. Als sie sich in Paris kennenlernen ist er mindestens 10 Jahre älter. Ich will euch nicht langweilen, aber es gibt noch mehrere derartige Unstimmigkeiten. Warum gibt ein Autor Alter und Jahre an, wenn sie nicht stimmig sind?

Es ist kein schlechtes Buch, dazu habe ich zu viele gut formulierte Gedanken darin gelesen. Aber es ist ganz bestimmt kein "großer Roman der Weltliteratur" wie der Blurb behauptet. Mit Tolstoi überhaupt nicht zu vergleichen.

Das Nachwort zum Buch, also die letzten beiden Seiten des gesamten Nachworts, finde ich wenig aufschlussreich. Ich hätte auch gerne ein paar Anmerkungen gehabt. Z.B welches Buch mit dem Titel "Der Goldene Esel" versenkt Jelena im Meer? Doch nicht etwa das von Apuleius?
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