Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

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Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Daniela » 25.10.2013, 20:37

Ich bin noch nicht fertig mit diesem Krimi... aber ich muss mir mal zwischendurch Luft machen.
Ich ärgere mich derartig! Ich habe jetzt etwa 70 % und es wird immer schlimmer. Wenn ich nicht wissen möchte wie sie das Schlamassel auflöst, hätte ich wohl schon aufgehört.

Claudia, bist du schon durch?
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Re: Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Daniela » 25.10.2013, 20:59

Also falls jemand in der Lage ist, mir den Rest der Handlung zu spoilern, wäre ein gutes Werk getan...
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Re: Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Tomke » 25.10.2013, 21:23

Leider kann ich nicht helfen. Nach ähnlich frustrierenden Leseerfahrungen mit E. George habe ich vor ungefähr drei Bänden aus der Serie aufgehört, sie weiter zu lesen.

Kannst Du den Rest nicht querlesen?
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Re: Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Daniela » 25.10.2013, 21:43

Soweit es mir möglich ist, mache ich das schon. Aber auf Englisch fällt mir das nicht so leicht... und es ist ja auch leicht..
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Re: Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Daniela » 29.10.2013, 12:41

Es ist vollbracht - ich habe den Krimi zu Ende gelesen. Das Ende hat mich, obwohl es unglaubwürdig war, doch wieder mit dem Roman versöhnt, das war zumindest interessant geplottet. Aber dafür muss man im Vorfeld sehr vieles in Kauf nehmen, was mir keinen Spaß gemacht hat - einen völlig an den Haaren herbeigezogenen Plot, absurd handelnde Protagonisten, dazu das Italienisch-Geplappere, das den Lesefluss immer wieder unterbricht...

Hier ist meine ausführlichere Meinung dazu - und auch eine komplette Inhaltsangabe inklusive Auflösung für alle, die sich die Lektüre sparen wollen:
http://www.die-leselust.de/blog/elizabe ... -spoilern/
(Die Spoiler sind natürlich erst im letzten Teil zu finden, davor wird man mit einem orangenen Warnhinweis deutlich vorm Weiterlesen gewarnt, man kann also auch dann reinlesen, wenn man sich noch selbst ein Bild machen möchte).

Claudia, Valentine - ich bin sehr gespannt darauf, wie eure Kommentare dazu aussehen ;-)
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Re: Elizabeth George - Just One Evil Act / Nur eine böse Tat

Beitragvon Valentine » 09.08.2016, 14:40

Ich war wirklich eeeewig nicht mehr hier (und gelobe hiermit Besserung), aber vielleicht interessiert Dich ja immer noch mein Fazit zu diesem Buch. Mir ging es insgesamt recht ähnlich wie Daniela. Die erste Hälfte über habe ich mich ständig geärgert (für mich das schlechteste Buch in der Reihe bisher, wobei ich den aktuell letzten Band noch nicht kenne), aber dann hat es mich irgendwann doch wieder gepackt.

Das hatte ich seinerzeit dazu geschrieben:

Barbara Havers ist fassungslos. Ihre kleine Freundin aus der Nachbarschaft, Hadiyyah Azhar, ist verschwunden, ebenso ihre Mutter Angelina, die nach längerer Trennung urplötzlich wieder bei Hadiyyah und ihrem Vater Taymullah aufgetaucht war. Es stellt sich heraus, dass sich Angelina mit ihrer Tochter nach Lucca abgesetzt hat, wo ihr neuer Liebhaber lebt.

Und dann der nächste Schock: Hadiyyah wird am hellichten Tag auf dem Marktplatz gekidnappt. Der Fall schlägt Wellen bis in die britische Presse, für die nicht nur die Entführung, sondern auch die verwickelte Familiengeschichte dahinter ein gefundenes Fressen ist. Barbara, die bisher vergeblich versucht hatte, Hadiyyahs Vater bei der Suche nach seiner Tochter zu unterstützen, ist darüber nicht ganz unglücklich, bedeutet doch die öffentliche Aufmerksamkeit, dass sich auch die britische Polizei einschaltet und sie womöglich persönlich einen Beitrag leisten kann.

Doch es ist Lynley, der in die Toskana geschickt wird, nicht nur, weil er Italienisch spricht, sondern auch, weil Barbara bei ihrer disziplinarischen Vorgesetzten, Superintendent Isabelle Ardery, gar nicht gut angeschrieben ist ...

Barbara muss in diesem Band einiges einstecken - nicht genug, dass das Nachbarsmädchen, das ihr so ans Herz gewachsen ist, gleich zweimal verschwindet und Azhar, der ihr ein guter Freund geworden ist, unter Tatverdacht gerät, sondern sie setzt mit ihren Alleingängen und unorthodoxen Versuchen, den Azhars zu helfen, auch noch ihren Job aufs Spiel. Manchmal hätte ich sie einfach nur schütteln mögen, weil sie so blind dafür ist, wie ihr Handeln nach außen hin wirken muss, aber andererseits tut man aus Freundschaft oder Liebe durchaus mal sehr dumme Dinge.

Lynley spielt diesmal eine eher untergeordnete Rolle, was nicht heißt, dass wir nicht ein paar Entwicklungen aus seinem Privatleben erfahren oder er nicht wichtig wäre, aber es ist natürlich in erster Linie ein Fall für Barbara.

Hadiyyahs zweifache Entführung bietet viel Potential, schlängelt sich aber erst mal gut und gerne 200-300 Seiten lang eher gemächlich dahin. Vor allem bei der Schilderung der Geschehnisse in Italien versucht sich George als Reiseschriftstellerin und übertreibt es dabei leider ziemlich. Für das Toskana-Feeling hätten ihre liebevollen Beschreibungen von Land und Leuten dicke ausgereicht. Die ständigen Einsprengsel auf italienisch, die auch noch unübersetzt bleiben, nerven nach einer Weile gewaltig. (Ja, wir hätten auch so verstanden, dass das Buch in Italien spielt.)

In der zweiten Buchhälfte nimmt die Handlung dann doch ordentlich Fahrt auf und hat mich mit einigen undurchschaubaren Fährten noch ziemlich spannend unterhalten, so dass sich meine Befürchtung, den absoluten Tiefpunkt der Serie gelesen zu haben, gottlob nicht bestätigten. Schade nur, dass es so lang gedauert hat, bis George zu alter Form aufläuft. Aber dennoch bin ich gespannt auf den nächsten Band, in der Hoffnung, dass der dann wieder durchweg Freude macht.
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