Top und Flop 2016

Hier ist Raum für alles rund um Bücher: Eindrücke nach dem Lesen, Rezensionen, Fragen, Austausch...

Top und Flop 2016

Beitragvon penguin » 11.01.2016, 15:58

Auch hier spiele ich mal Vertretung ...
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon penguin » 11.01.2016, 15:59

Ich muss nur noch herausfinden, wie man den oben anpinnt - oder weiß das jemand?
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 31.01.2016, 11:15

Mein erstes TOP 2016:

Viktor Martinowitsch, Paranoia

Ein wunderschöner, erschütternder und großartig geschriebener Roman über die Geschichte einer Liebe in einer Diktatur. Das Cover ist scheußlich, aber danke einer Empfehlung von Beate Scherzer von Proust in Essen bin ich trotzdem auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es lohnt sich!

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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Kioki » 06.02.2016, 10:34

Ein Top-Buch für mich:
Alles Licht das wir nicht sehen von Anthony Doerr
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon penguin » 06.02.2016, 10:45

Hallo Kioki, könntest du das näher erläutern?
Ich fand das Buch unerträglich zu lesen - gekünstelt, wenig plausibel, auch vom Stil her nicht ansprechend - und habe es daher nach etwa 40 Seiten abgebrochen. Allerdings habe ich die UK-Ausgabe gelesen.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Kioki » 06.02.2016, 18:45

Liebe penguin,
OK - mir ging es mit diesem Buch wohl genau entgegengesetzt zu dir. Einmal hat mir der Stil gefallen: Kurze Sätze bzw. Satzabschnitte, sehr wenige beschreibende Adjektive - und dennoch entsteht eine sehr dichte Atmosphäre. Jedenfalls habe ich es so empfunden.
Ich hatte das Buch als e-book ausgeliehen, bin nach dem Lesen einer Rezension hier im Forum auf die Idee verfallen. Eher um "mal zu gucken". Damit (also mit Gucken im Sinne von Lesen ;) begann ich vorgestern, und im Prinzip habe ich das Buch quasi non-stop zuende gelesen (naja, einmal geschlafen zwischendurch), bis ich es gestern spät nachts durch hatte. So was ist mir schon lange nicht mehr passiert.
Mich haben die Menschen, die Geschichten, unheimlich interessiert, berührt und ich wollte wissen, wie es weitergeht.
Der eher kühle, lakonisch-beschreibende Ton im Buch, die kurzen Kapitel, auch die Wahl der Überschriften (schlagwortartig) haben mir gefallen. In die jeweiligen Situationen konnte ich mich extrem gut hineindenken.
Das hat mich halt gepackt.
Ich habe die deutsche Übersetzung gelesen, weil mir Lesen auf englisch leider zu anstrengend ist - das versuche ich bei "leichter" SF oder Fantasy noch manchmal, aber selten bei Romanen.
Heute bin ich in der Buchhandlung gewesen und habe es einmal in die Hand genommen, übrigens finde ich den Preis für ein solch schön gestaltetes Buch echt OK. Wenn ich es nicht schon gelesen hätte, hätte ich es mitgenommen!



Ich habe schon überlegt, ob es mich in Stil und/oder Wirkung auf mich an etwas erinnert - dazu fällt mir am ehesten Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer ein. Irgendwie gehören die beiden Bücher für mich in eine Kategorie. Ist schon Jahre her, dass ich das las, aber irgendwie fühlte ich mich daran erinnert. Kennst du das?


PS: Ich sehe gerade, es gibt hier im Forum keine Rezension, nur brunas Tipp. Dann war es das wohl, und das Buch war in der e-Ausgabe verfügbar. Schwupp, das war´s.

... und jetzt ärgere ich mich nur, dass ich beim Umzug Winklers Traum vom Wasser, ein älteres Werk von Anthony Doerr, zu Oxfam gegeben habe. Es hatte jahrelang eingeschweißt und ungelesen im Regal gestanden. Was hab´ ich da verpaßt?
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon penguin » 06.02.2016, 18:56

Kioki hat geschrieben:Ich habe schon überlegt, ob es mich in Stil und/oder Wirkung auf mich an etwas erinnert - dazu fällt mir am ehesten Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer ein. Irgendwie gehören die beiden Bücher für mich in eine Kategorie. Ist schon Jahre her, dass ich das las, aber irgendwie fühlte ich mich daran erinnert. Kennst du das?


Ja, das kenne ich, ich habe es zwar zu Ende gelesen, aber gefallen hat es mir auch nicht. Ich könnte dir allerdings jetzt nicht mehr detailliert erklären, warum, dafür ist es zu lange her - aber ich fand es vermutlich genau so an den Haaren herbeigezogen wie den Doerr.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 10.02.2016, 09:16

TOP 2016



Matthias Nawrat, Die vielen Tode unseres Opas Jurek

Das Buch ist in jeder Hinsicht wundervoll. Erzählt wird eine Familiengeschichte im Polen des 20. Jahrhunderts aus der Sicht der Enkel. Hauptfigur ist der Opa Jurek, wenngleich auch die Geschichten anderer Familienmitglieder eine Rolle spielen. Die Perspektive ist die der Enkel, die zur Beerdigung des Opas aus Deutschland, wo sie mit ihren Eltern jetzt leben, nach Schlesien zurückkommen. Sie verbringen ein Paar Tage in Opole (Oppeln) und lassen die Stationen des Lebens noch einmal an sich vorbeiziehen. Und dieses Leben hatte es wahrhaft in sich: Aus Warschau wurde der Opa deportiert und nach Auschwitz gebracht, er überlebte das Lager, ging nach dem Krieg nach Opole, stritt mit den neuen kommunistischen Machthabern, trieb Handel und wurde Leiter eines Kaufhauses, wurde dann aber von der Staatssicherheit inhaftiert, verlor seinen Beruf und endete in Arbeitslosigkeit, die es natürlich offiziell in Polen gar nicht gab.

Dies alles ist der Stoff für eine traurige Lebensgeschichte, das Buch ist aber alles andere als das. Erzählt wird all dies nämlich in einem Ton, der sich aus zwei Quellen speist: Einmal ist es die (vermeintlich) naive Sicht der Enkel, denen man die Geschichten als Kinder erzählt und dabei natürlich so verpackt, dass sie möglichst harmlos klingen. Zum anderen sind es die sprachlichen Euphemismen des Sozialismus, die der Autor nutzt, um die Erzählung noch einmal zu brechen. Natürlich weiß jeder Pole, dass die 'Freundschaft mit der Sowjetunion' ein Witz war und ein Euphemismus für die russische Unterjochung Polens. Die Erzählung nimmt die Euphemismen beim Wort und versucht, die Wirklichkeit dem Ideal anzupassen, was für zahllose witzige Momente sorgt. Und Jurek selbst will natürlich seine Geschichte so erzählen, dass er jeweils als Held und Gewinner dasteht.

Der so entstehende Text ist ein Schelmenroman, der auf jeder Seite Spaß macht. Oft habe ich beim Lesen laut gelacht, und der Kontrast zwischen dem lockeren und humorigen Ton und der Handlung führt dazu, dass die wirklich tragischen Momente der Geschichte (der Todeshunger in Auschwitz, die Todesdunkelheit in den Stasi-Verliesen) besonders intensiv werden. Man lacht viel, aber an diesen Stellen mischen sich die Tränen unter das Lachen.

Matthias Nawrat gelingt es dabei nicht nur, die vielen kleinen Anekdoten aus dem Leben Jureks und seiner Familie großartig zu erzählen. Er hält den Ton auch so konsequent über die gesamte Länge des Buches durch, er trifft den polnischen Ton so genau, dass man meint, eine brillante Übersetzung eines polnischen Romans zu lesen und sich vergewissert, dass der Autor ja auf Deutsch schreibt (wobei er sich der eigenen polnischen Familiengeschichte bedient).

Im Ergebnis: Das Buch ist hinreißend komisch, dabei wunderbar tief und ernst, stilistisch äußerst gelungen. Unbedingt lesen!
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Daniela » 11.02.2016, 09:57

Das klingt beides sehr interessant, Tom! Ich werde mal reinlesen bzw. -hören. Wobei ich mit "Schelmenroman" ja eigentlich nichts verbinde, was ich gerne lese...
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Dana » 12.02.2016, 09:04

Jaaaa, Tom, danke für deine Eindrücke, ich bin echt froh und erleichtert, dass dir das Buch gefallen hat.

Mich hat vor ein paar Jahren Nawrats Buch



sehr beeindruckt. Das Buch war das Gegenteil von dem jetzigen: knapp erzählt, sehr dicht, ernsthaftes, bedrückendes Thema, fast ein Thriller.

Aus diesem Grund war ich jetzt etwas skeptisch, wollte zunächst mal eine vertruensvolle Meinung hören. :)

LG,
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 12.02.2016, 12:41

Dana hat geschrieben:Jaaaa, Tom, danke für deine Eindrücke, ich bin echt froh und erleichtert, dass dir das Buch gefallen hat.

Mich hat vor ein paar Jahren Nawrats Buch



sehr beeindruckt. Das Buch war das Gegenteil von dem jetzigen: knapp erzählt, sehr dicht, ernsthaftes, bedrückendes Thema, fast ein Thriller.

Aus diesem Grund war ich jetzt etwas skeptisch, wollte zunächst mal eine vertruensvolle Meinung hören. :)

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Liebe Dana,

die Unternehmer haben mir vor zwei Jahren auch gut gefallen, daher war ich auf den neuen Roman sehr gespannt. Die Bücher sind schon sehr unterschiedlich, während 'Unternehmer' recht düster ist, ist der Opa Jurek einfach sehr witzig. Aber in einem Punkt sind die Bücher sich doch sehr ähnlich. In den 'Unternehmern' wendet M. Nawrat das Vokabular der Betriebswirtschaft auf eine Familie an, die in einer postapokalyptischen Gesellschaft lebt. Aus unserer Sicht wirkt das alles bizarr, obwohl es innerhalb des Systems ja stringent und logisch ist. Im Opa Jurek ist es der Jargon des Sozialismus und die kindliche, verharmlosende Perspektive, die die schrecklichen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts beschreiben. Auch hier lebt das Buch aus der Spannung zwischen dem Erzählten und der dafür gewählten Sprache. Das verbindet beide Bücher - und das ist auch eine Stärke von Matthias Nawrat.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Daniela » 15.02.2016, 11:33

Kioki hat geschrieben:


Ich habe schon überlegt, ob es mich in Stil und/oder Wirkung auf mich an etwas erinnert - dazu fällt mir am ehesten Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer ein. Irgendwie gehören die beiden Bücher für mich in eine Kategorie. Ist schon Jahre her, dass ich das las, aber irgendwie fühlte ich mich daran erinnert. Kennst du das?


PS: Ich sehe gerade, es gibt hier im Forum keine Rezension, nur brunas Tipp. Dann war es das wohl, und das Buch war in der e-Ausgabe verfügbar. Schwupp, das war´s.


Hm.... bislang hatte ich mir den Doerr irgendwie noch "aufgespart", weil mir rundherum vorgeschwärmt wurde. Aber wenn es mit Foer verglichen wird, ist das für mich keine Werbung..... mal sehen. Ich habe es jetzt jedenfalls mal in meinen Onleihe-Ausleihen. Aber da habe ich für die nächsten 2 Wochen noch 6 Weitere Bücher.... (fragt mich nicht, wie die da reinkamen).
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 15.02.2016, 14:21

Es ist mir ja fast peinlich, aber ich habe gestern ein Buch beendet, dass eigentlich auch noch hier her gehört...

Michail Ossorgin, Eine Straße in Moskau

Das Buch ist ein wunderbarer Roman über die Menschen in einer Moskauer Straße (Siwzew Wraschak) in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg, während des Krieges, der Oktoberrevolution und danach. Es beschreibt in eher kurzen Kapiteln nicht nur die Veränderungen im Leben der Menschen, sondern das Ende einer ganzen Welt. Die Kapitel sind außerordentlich kunstvoll gearbeitet, sprachlich schön, ungewöhnlich in der Perspektive (immer wieder etwa werden auch Tiere in die Betrachtung einbezogen oder Veränderungen aus der Sicht der Mäuse und Ratten geschildert). Ein Buch, das noch ganz in der Tradition der Erzähler des 19. Jahrhunderts steht, trotzdem aber schon einige Anklänge an die Moderne hat. Für mich ein sehr schönes Leseerlebnis und eine Entdeckung!
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Bruna » 16.02.2016, 22:35

Tom, diesen Roman möchte ich auch lesen. Bin schon sehr neugierig darauf.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Bruna » 16.02.2016, 22:42


'Washington Square' war für mich absolut top! Henry James ist einfach ein genialer Erzählen.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Dana » 24.02.2016, 09:05

Jetzt habe ich endlich auch ein TOP Buch zu melden:



meine Meinung dazu unter:

viewtopic.php?f=5&t=5492

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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 28.03.2016, 10:42

Ein weiteres TOP-Buch

Szczepan Twardoch, Drach

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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 28.03.2016, 10:45

Und ein FLOP:

Nis-Momme Stockmann, Der Fuchs



Mir ist nach wie vor ein Rätsel, warum so viele Rezensionen das Buch loben. In meinen Augen ist es gänzlich missglückt. Stilistisch überladen und wenig ausgereift, von der Handlung her abstrus und vollkommen aus dem Ruder gelaufen. 750 Seiten Erzählung ohne Sinn und Verstand...
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Daniela » 31.03.2016, 12:48

Ja, Tom, so geht es mir auch manchmal, dass ich das allgemeine Lob so gar nicht nachvollziehen kann...

Ich habe leider nur einen FLOP-Titel zu verzeichnen:
Kommt ein Pferd in die Bar von David Grossman

Die eigentliche Geschichte, die damit erzählt werden soll, also das Trauma des Kindes von Überlebenden, war zwar sicherlich ergreifend. Aber die Rahmenhandlung hat mich regelrecht abgestoßen. Schrill, laut, überheblich, herabwürdigend - es geht um einen Stand-Up-Comedian, und dessen Programm ist es, seine Gäste auf niedrigstem Niveau zu beleidigen und anzugreifen. Mir hat das überhaupt nicht zugesagt, ich habe es sehr ungern zu Ende gelesen.
Eigentlich hatte ich immer vor, irgendwann auch "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" zu lesen. Wenn das stilistisch auch nur annähernd so ist, dann weiß ich, dass ich den Autor nicht weiter verfolgen brauche, wir passen dann einfach nicht zusammen.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon penguin » 31.03.2016, 16:12

Daniela, nein!!!

"Eine Frau flieht vor einer Nachricht" ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe (wobei ich gleich hinzufügen möchte: auf Englisch. Aber die Übersetzerin ins Deutsche soll hervorragend sein). Du solltest das Buch übrigens auf Papier lesen, nicht als E-Book, gerade der Anfang, die ersten 45-50 Seiten, erschließen sich erst im Nachhinein, dahin muss man zurückblättern können. Finde ich.

Bitte nicht wegen des neuesten Buches auf dieses außerordentliche Erlebnis verzichten!!!

Aber ich weiß, welches Buch ich von meiner Wunschliste streichen werde :-)
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Elizabeth » 18.04.2016, 10:56

Dank Dana´s Empfehlung hier (es gibt einen eigenen Thread dazu) habe ich Haus ohne Halt von Marylinne Robinson gelesen. Sehr gut geschrieben, spannende Story, mit großer Betonung auf das Gefühl.
Ein Top-buch!

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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Bruna » 21.04.2016, 06:41

Topp und sehr empfehlenswert:

Unterleuten von Juli Zeh



Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Tomke » 21.04.2016, 15:58

Na, das ist ja was. Das Buch von Juli Zeh liegt schon hier. Benedict Wells haben Dana und ich auf der Buchmesse in Leipzig gehört. Danach hatte ich beschlossen, dass das nicht unbedingt etwas für mich ist.
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Atalante » 11.05.2016, 20:32

Benedict Wells will ich auch nicht lesen.

Mein Leseflop, um mal mit dem wenig erfreulichen zu beginnen, war eine Art Fanfiction zu Maráis Glut:
Ursula Pecinska, Hallgátas


Zum Glück haben sich aber schon einige Tops angesammelt, darunter zwei Novellen von Henry James, den ich erst in diesem Jahr für mich entdeckt habe, mein neuer Lieblingsautor.
Henry James, Daisy Miller


Henry James, Eine Dame von Welt


Ausgesprochen gut gefallen hat mir Martin Walser, Ein sterbender Mann


Richard Ford, Frank


Ralph Dutli, Die Liebenden von Mantua, animiert mich dort demnächst mal vorbei zu fahren.
Atalantes Historien
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Re: Top und Flop 2016

Beitragvon Dana » 18.05.2016, 11:55

Ich hätte auch noch 2 TOPS zu melden:



Für mich war dieses Buch wie ein Faustschlag, spannend bis zur letzten Seite. Und wie der Autor diese Comedy-Show, mit all den feinsten Schwingungen darstellt ist grandios! Ich würde am liebsten das Buch nochmals lesen, um auf all die Details aufzupassen, die ich dank / wegen der Spannung unter Umständen verpasst habe. :-) (sorry daniela :oops: )

Es war mein erstes und bestimmt nicht mein letztes Buch von Grossman. "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" liegt schon bereit :-)

Und, wie nicht anders zu erwarten, habe ich auch mein 2. Buch von M. Robinson sehr genossen:



Elisabeth, Tom, es erscheint sogar in diesem Herbst auf deutsch, ist das nicht schön?? Ich habe mich aber schon mit "Lila" belohnt :)

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