Peter Handke - Die Wiederholung

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Peter Handke - Die Wiederholung

Beitragvon Dana » 07.03.2016, 09:59

Da wir vor kurzem Urlaub in Österreich gemacht haben, habe ich mir als Begleitung mal wieder ein Buch von Peter Handke mitgenommen.



Wie immer bei Handke, kann man das Buch nur schwer zusammenfassen. Es geht hauptsächlich um eine Reise, eine Reise, die der zwanzigjährige Filip Kobal in das Land seiner Vorfahren, Slowenien, unternimmt. Er sucht dabei seinen verschollenen Bruder, Gregor. Soweit die Handlung. ;)

Nun zum Inhalt:

Es ist ein Buch über Erinnerung:

„Und Erinnerung hieß nicht: Was gewesen war, kehrte wieder; sondern: Was gewesen war, zeigte, indem es wiederkehrte, seinen Platz. Wenn ich mich erinnerte, erfuhr ich: So war das Erlebnis, genau so! und damit wurde mir dieses erst bewußt, benennbar, stimmhaft und spruchreif […]“
S. 101

Über die Sprache:

„Denn ohne die Wortwinkel ist die Erde, die schwarze, die rote, die begrünte eine einzige Wüste, und kein Drama, kein Geschichts-Drama will ich mehr gelten lassen als das von den Dingen und Wörtern der lieben Welt – dem Dasein […]
S. 219

Über das Erzählen, über Natur und Landschaft, über Herkunft und Sehnsüchte.
Es ist aber vor allem ein Buch über die Identitätssuche, denn das, was als äußerliche Reise anfängt, wird gleichzeitig eine innere sein.

Es ist ein Buch, das sättigt und das man getrost und mit Gewinn mehrmals lesen kann.

LG,
Dana
Bücher sind wie Freunde: Man braucht nur wenige, aber gute.

Ich lese gerade:

A. L. Kennedy: Der letzte Schrei
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