Deutscher Buchpreis 2016

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Deutscher Buchpreis 2016

Beitragvon Dana » 01.09.2016, 08:33

Ich bin diesmal spät dran, aber allein aus traditionellen Gründen müssen wir das Thema behandeln ;)

Hier schon mal die Kandidaten, die auf der Longlist stehen:

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Akos Doma: Der Weg der Wünsche (Rowohlt Berlin, August 2016)

Gerhard Falkner: Apollokalypse (Berlin Verlag, September 2016)

Ernst-Wilhelm Händler: München (S. Fischer, August 2016)

Reinhard Kaiser-Mühlecker: Fremde Seele, dunkler Wald (S. Fischer, August 2016)

Bodo Kirchhoff: Widerfahrnis (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2016)

André Kubiczek: Skizze eines Sommers (Rowohlt Berlin, Mai 2016)

Michael Kumpfmüller: Die Erziehung des Mannes (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2016)

Katja Lange-Müller: Drehtür (Kiepenheuer & Witsch, August 2016)

Dagmar Leupold: Die Witwen (Jung und Jung, September 2016)

Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder (Suhrkamp, September 2016)

Thomas Melle: Die Welt im Rücken (Rowohlt Berlin, August 2016)

Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke (Kiepenheuer & Witsch, November 2015)

Hans Platzgumer: Am Rand (Paul Zsolnay, Februar 2016)

Eva Schmidt: Ein langes Jahr (Jung und Jung, Februar 2016)

Arnold Stadler: Rauschzeit (S. Fischer, August 2016)

Peter Stamm: Weit über das Land (S. Fischer, Februar 2016)

Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch (Lenos, März 2016)

Thomas von Steinaecker: Die Verteidigung des Paradieses (S. Fischer, März 2016)

Anna Weidenholzer: Weshalb die Herren Seesterne tragen (Matthes & Seitz Berlin, August 2016)

Philipp Winkler: Hool (Aufbau, September 2016)

LG,
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Re: Deutscher Buchpreis 2016

Beitragvon Dana » 01.09.2016, 08:40

Und das kleine Gespräch, das schon zwischen Tom und mir unter den Monatslisten entstanden ist:

Tomke hat geschrieben:Ebenso gut gefällt mir das Buch von Akos Doma, Der Weg der Wünsche. Dies war mein zweites Buch von der Longlist zum Buchpreis. Das erste Buch von der Longlist, das ich gelesen habe, war Reinhard Kaiser-Mühleckers 'Fremde Seele, dunkler Wald', das mich aber nicht überzeugen konnte. Sprachlich zwar sehr schön, als Roman aber für mich eher langweilig.


Dana hat geschrieben:Ich habe mich schon gewundert, dass du dich dazu noch nicht gemeldet hast :-)

Die beiden gehören auch zu meinen Favoriten, wobei Kaiser-Mühlecker fand ich von der Leseprobe her deutlich besser. Schade, dass es dir nicht gefallen hat.


Tomke hat geschrieben:Ja, es ist gut geschrieben und schafft auch intensive Szenen, aber er macht mit seinem Personal nichts. Sie bleiben für mich irgendwie stehen. Alles sehr düster und depressiv...


Dana hat geschrieben:Ich bin fast durch mit den Leseproben und melde mich dann, aber eins kann ich schon sagen: ein starkes Jahr!


Tomke hat geschrieben:Ich tue mich mit der Liste diesmal sehr schwer. Ich finde die Themen so wenig ansprechend. Außer dem Pfingstwunder von S. Lewitscharoff interessiert mich eigentlich keines der anderen Bücher.

Was wirst Du denn noch lesen? Bestimmt Peter Stamm? ;) 8-)
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Re: Deutscher Buchpreis 2016

Beitragvon Tomke » 01.09.2016, 09:09

Das Buch von Akos Doma habe ich gestern beendet. Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Nicht unbedingt preisverdächtig, aber ein sehr guter Roman mit einem relevanten Thema.
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Re: Deutscher Buchpreis 2016

Beitragvon Dana » 01.09.2016, 09:47

Und ich habe das Buch von Reinhard Kaiser-Mühlecker:



angefangen und es gefällt mir schon sehr: wunderbar geschrieben, in einem ruhigen Ton, der mir einfach gut tut. Irgendwie brodelt es aber im Hintergrund ... mal schauen :-)

PS: @Tom, das Buch von Peter Stamm habe ich schon längst gelesen :P , finde es aber nicht preisverdächtig ...

Was ich noch lese, muss ich mir noch kurz überlegen, ich habe erst heute früh das Leseproben-Heft durch.
von Steinaecker und Lewitscharoff werden bestimmt dabei sein.
Du hast aber recht: von den Themen her finde ich die Bücher auch nicht besonders reizvoll, aber stilistisch sind sie schon gut.

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Beitragvon Kioki » 15.09.2016, 18:56

Ich habe das Büchlein mit den Longlist-Leseproben jetzt auch "durchgearbeitet". Habe mir spontan angestrichen, welche Titel/Autoren ich gerne weiterlesen würde. Das waren:

Falkner, Apollokalypse
Kubiczek, Skizze eines Sommers
Kumpfmüller, Die Erziehung des Mannes
Meyerhoff, Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Platzgumer, Am Rand
von Steinaecker, Die Verteidigung des Paradieses

Ich stelle fest, dass die Autoren allesamt männlich und eher älteren Semesters sind. Die Titel, die mich interessieren, sind entweder postapokalyptisch (von Steinaecker) oder sonstwie ziemlich nihilistisch (Platzgumer) oder es sind Jugenderinnerungen aus den 70er oder 80er Jahren.
Diese Auswahl hat mir dann selbst zu denken gegeben. :?

Am Rand bildet für mich insofern einen Sonderfall, als ich das Buch auf eine Empfehlung hin im Frühsommer schon gelesen hatte. Schwere Kost, und ziemlich traurig, aber ich fand es gut geschrieben.

Von Joachim Meyerhoff habe ich mir erst mal Wann wird es endlich wieder so wie es nie war besorgt (um innerhalb der Geschehnisse einigermaßen chronologisch zu starten) und innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Der kann echt schreiben, und seine Beschreibungen des Lebens in einem Landeskrankenhaus in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts sind durchweg realistisch. Wobei es in dem Buch hauptsächlich ums Familienleben geht - und die Familie lebt nun mal in dieser Umgebung. Diese oft schöne, manchmal witzige, gelegentlich tieftraurige, letztendlich wahrscheinlich irgendwie ziemlich normale Familiengeschichte (naja, mit ein paar sehr krassen, vielleicht auch etwas überzeichneten Episoden) ist sehr berührend. Auf jeden Fall werde ich noch mehr von ihm lesen.
Ich schätze mal, dass sein Erzählstil im aktuellen Buch ähnlich ist? Der Leseprobe nach würde ich es erwarten.

Aber zunächst werde ich versuchen, mich durch ein paar andere der oben genannten Titel durchzulesen.
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