Claudias Lesemonate

Welche Bücher hast du im vergangenen Monat gelesen? Und wie bewertet? Hier ist der richtige Platz dafür!

Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 31.03.2008, 17:00

Februar

Annette Pehnt: "Ich muß los" ***
Stewart O'Nan: "Engel im Schnee" ***
Philip Roth: "Exit Ghost" ***(*)
Lloyd Jones: "Mister Pip" ****(*)

März


Connie Palmen: "Luzifer" ***(*)
Elizabeth Taylor: "Mrs Palfrey at the Claremont" **
Michael Ondaatje: "Divisadero" ***(*)
Saki: "Die Verschwiegenheit der Lady Anne" ****
Andrew O'Hagan: "Be near me" *****
Steve Augarde: "The Various" ****
James Meek: "We Are Now Beginning Our Descent" ***(*)

Viele Grüße,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 02.06.2008, 16:44

APRIL

Rolf Lappert: "Nach Hause schwimmen" ***** Ein Highlight des Jahres!
E.M. Forster: "A Room with a View" ****
E.M. Forster: "Wiedersehen in Howards End" ***(*)
Stieg Larsson: "Verdammnis" ****


MAI
Stieg Larsson: "Vergebung" ****
Hanif Kureishi: "Das sag ich Dir" ***
Arne Dahl: "Böses Blut" * FLOP!!!
Carola Hicks: "The Bayeux Tapestry" (Sachbuch) ****
Elizabeth George: "Careless in Red" **

Grüße,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Daniela » 03.06.2008, 07:44

Hallo Claudia,
auf deinen Kommentar zu Lappert bin ich schon sehr gespannt - soweit ich weiß, liest Ralf das BUch auch gerade ;-)

Arno Dahl war für dich also ein derart böser Flop? Darf ich fragen, warum? Ich fand zwar, dass der Anfang deutlich vielversprechender war als es dann tatsächlich war, aber in der letzten Zeit hatte ich schon öfter mal überlegt, doch noch einen weiteren Fall von ihm zu lesen.

Und Elizabeth George bekommt also nur 2 Sterne - da bin ich auch auf einen Kommentar dann im George-Strang gespannt ;-) Ich bin ja immer noch erst bei ca. 400 Seiten... lese also für meine Verhältnisse echt schon ewig daran, über 2 Wochen.

Liebe Grüße,
Daniela

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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Tomke » 03.06.2008, 08:54

Hallo Claudia,

kannst Du noch ein paar Worte zum neuen Buch von James Meek sagen?

LG
Tom
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 30.06.2008, 17:09

Tom Rob Smith: "Kind 44" ***(*)
Offiziell gibt es in der Sowjetunionn unter Stalin keine Verbrechen.
Darum muß der hochdekorierte Geheimdienstoffizier Leo Demidow auf eigene Faust zu ermitteln beginnen...

Besonders der erste Teil des Roman, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhundert spielt, hat mir gut gefallen.
Smith baut die Spannung ganz langsam auf. Mit dem zweiten Teil allerdings hatte ich so meine Probleme, da es mir
zu action-lastig und reißerisch wurde. Man merkt dem Autor an, daß er gelernter Drehbuchautor ist, es erinnerte mich mehr an einen Film mit schnellen Schnitten als einen Roman. Das Ende war imho auch nicht gut gelungen.

E.M. Forster: "A passage to India" ***
Leider doch inzwischen ziemlich angestaubt. Manchmal sollte ich geliebte Bücher einfach doch nicht wiederlesen...


Dara Horn: "Die kommende Welt" ***(*)
Ich mochte den Roman, fand aber, daß Horn zuviele Handlungsstränge flicht (war die Vietnam Episode wirklich nötig??)
Seit dem Reinfall mit E. George reagiere ich allmählich allergisch darauf!

Alison Weir: "The princes in the Tower" (Sachbuch) ***
Habe meine Ausflüge in die englische Geschichte mit diesem Buch wieder aufgenommen.
Weir beschreibt überzeugend, wie Richard Duke of Gloucester den englischen Thron usurpierte und als König Richard III die beiden Söhne
seines toten Bruders um ihr Recht auf die Thronfolge bringt. Packend geschrieben, aus der Perspektive der handelnden Personen erzählt.

Joanna Kavenna: "Inglorious" ****
Rosa Lane, 35, trauert um ihre tote Mutter. Kurz darauf schmeißt sie ihren gut dotierten Job als Journalistin, trennt sich von ihrem Freund.
Für Rosa (und den Leser) beginnt ein langsamer und trauriger Abstieg.
Teilweise hat mich der Roman heftig mitgenommen. Unser Alltag ist sehr fragil. Auf Gewissheiten kann man sich nicht mehr verlassen.
Es ist eine Reise in die Depression, jedoch mit Gefühl und Humor geschrieben.

Alan Bennett: "The uncommon Reader" ****
Die Queen entwickelt sich auf ihre alten Tage zur manischen Leserin! Ein großartiger kleiner Roman, voller Humor, Ironie und einige Seitenhiebe auf die englischen Zustände. Der Schluß ist ein Knaller!


John Preston: "The Dig" *****
Es ist Frühsommer 1939. In England bereitet man sich auf den Krieg vor, als auf dem Gut Sutton Hoo in Suffolk ein Schatz aus der Zeit der Angelsachsen (6. / 7. Jh.) gefunden wird. Preston erzählt diese (wahre) Geschichte in elegischen Tönen, die mich völlig in ihren Bann gezogen haben! Ein schmales Bändchen, aber unglaublich ergreifend, packend. Ein besonderes Buch - unbedingt lesen!
Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 12.08.2008, 14:07

Etwas spät und aus Zeitgründen ohne weitere Begründung anbei die gelesenen Bücher im Juli:

Alan Bennett: "Handauflegen" ***
Nikita Lalwani: "Gifted" ***(*)
Michael Barber: "Anthony Powell - A Life" ****
Alison Weir: "Lancaster&York - The wars of the roses ***
Hiromi Kawakami: "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ***** (Ein besonderes Buch)
Margaret Atwood: "Unmoralische Unordnung" ***(*)
Olga Grushin: "Suchanow verkauft seine Seele" ****
Alan Bennett: "Cosí fan tutte" ***
Penelope Lively: "Moon Tiger" ***(*)

Schöne Grüße,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 01.09.2008, 17:07

Im August habe ich die folgenden Romane gelesen:

Margaret Atwood: "Der blinde Mörder" **
Penelope Fitzgerald: "Frühlingsanfang" ****
Stefan Chwin: "Tod in Danzig" ****
Kate Atkinson: "Ein Sommernachtstraum" ***
Kate Atkinson: "Familienalbum" ***
Barbara Vine: "The Birthday Present" ***

Schöne Grüße,
Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Daniela » 01.09.2008, 17:40

Liebe Claudia,
schön, dich mal wieder zu lesen ;-)

Oh, Birthday Present ist also schon rausgekommen - und leider wohl wieder kein großer Hit, wenn ich deine 3***-Bewertung so ansehe? Vielleicht kannst ja mal mehr dazu erzählen?

LG,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 08.10.2008, 18:36

Hallo,

im September habe ich die folgenden Bücher gelesen:

Uwe Tellkamp: "Der Eisvogel" ****
Kate Atkinson: "When will there be good news?" ****
Linda Grant: "The clothes on their backs" ***
Robert Brack: "Und das Meer gab seine Toten wieder" **
Mary A. Shaffer: "Deine Juliet" ***
P.D. James: "The Private Patient" ***
Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Daniela » 10.10.2008, 20:39

Liebe Claudia,
hm, ich hatte gedacht, du wärst anfangs von der James so begeistert gewesen? Daher hatte ich da eigentlich 4 Sterne erwartet - magst erzählen, was zur niedrigeren Bewertung geführt hat?

LG,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 13.10.2008, 15:37

Hallo Daniela,

ja, ich war am Anfang von „The private patient“ sehr angetan. Das lag wohl auch ein bisschen daran, dass mein letzter Krimi der von Barbara Vine war, der mir nicht besonders gefiel.
Im Vergleich dazu war die James schon besser. Dachte ich.

Je weiter ich las, desto mehr war ich genervt. Es ist eigentlich immer das gleiche Strickmuster. Kleiner Personenkreis an einem relativ abgeschlossenen Ort, wo das Verbrechen innerhalb von drei, vier Tagen aufgeklärt wird.

Was mich am meisten gestört hat, ist, dass sich die Charaktere überhaupt nicht weiterentwickeln. Es gibt zwar einen kleinen Nebenstrang mit Emma, der Verlobten von Adam Dalgliesh, aber das ist so zäh, dass es mich am Ende gar nicht mehr interessierte.

Genau so Dalglieshs Assistenten Kate Miskin und Francis Benton-Smith. Keinerlei Figurenentwicklung.

Das gefällt mir bei E. George wesentlich besser. Für mich persönlich sind die Geschichten um Lynley und Havers fast noch schöner und spannender als der eigentliche Plot!

„The private patient“ ist sicherlich kein schlechtes Buch, jedoch keines, was mich vom Hocker gehauen hat. Guter Durchschnitt, daher 3*.

Übrigens, der Krimi von Kate Atkinson war viiieeel besser!

LG,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 02.11.2008, 10:16

Im Oktober habe ich gelesen:

P.D. James: "Wo Licht und Schatten ist" ***
Das Original "The Lighthouse" hatte ich gleich nach Erscheinen gelesen und wollte meine Erinnerung noch mal auffrischen. Auf einer kleinen (fiktiven) Insel im Ärmelkanal halten sich einige Wissenschaftler, Schriftsteller, Politiker zur Erholung auf, als eines Morgens ein angesehener Autor am Leuchtturm erhängt aufgefunden wird. Adam Dalgliesh und sein Team werden zur Aufklärung des Falles hinzugezogen.

Auch hier wieder James' Strickmuster: Einheit von Raum, Zeit, Personal. Ein reichlich elitärer (und damit recht langweiliger) Polizist und sein Team klären den Mord innerhalb von zwei Tagen auf.Durchschnittliche Unterhaltung, leider nicht mehr.

Uwe Tellkamp: "Der Turm" ***** mit Prädikat!
Ein herausragender Roman um eine Gemeinschaft innerhalb des verbliebenen Bildungsbürgertums in Dresdens Villenviertel "Weißer Hirsch", der den Verfall der DDR während der letzten sieben Jahren ihres Bestehens aus diversen Blickwinkeln zu einem Kaleidoskop des Untergangs zusammensetzt.

Thomas Hettche: "Der Fall Arbogast" ****
In einem separatem thread besprochen.

Bruce Chatwin: "Utz" ***
Chatwin schildert in dieser etwas längeren Erzählung das Leben von Kaspar Freiherr von Utz, dem es gelingt - mehr schlecht als recht - mit seiner riesigen Sammlung kostbaren Meißner Porzellans in einer Prager Zweizimmerwohnung dem realsozialistischen Alltag zu trotzen.
Leider habe ich etwas vermisst, dass Chatwin seine Fäden nicht so richtig verknüpft.

Petra Morsbach: "Gottesdiener" *****
In einem separatem thread besprochen
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 04.12.2008, 14:45

Im November habe ich gelesen:

Jenny Erpenbeck: "Heimsuchung" ***
Ein Haus auf einem Grundstück an einem brandenburgischen See gelegen. In hochpoetischer Sprache erzählt Erpenbeck die Schicksale seiner Bewohner von der Weimarer Republik über Drittes Reich, Weltkrieg II, DDR bis zur Wende.

Ich habe den Fehler gemacht, dieses Buch als Lektüre morgens mit in die Straßenbahn zu nehmen. Es ist ein Buch, dass ich in einem Rutsch hätte lesen sollen. So bin ich nie richtig in das Geschehen hineingekommen und habe etwas darunter gelitten, dass ich die einzelnen Episoden nicht miteinander verknüpfen konnte.


Klaus Modick: "Die Schatten der Ideen" ***
Modick verknüpft zwei Erzählstränge: Da wäre zum einen Moritz Carlsen, der als Writer in Residence an ein College an der amerikanischen Ostküste eingeladen wird. Zum Anderen der von Julius Steinberg, der gerade noch rechtzeitig in den dreißiger Jahren vor den Nazis in die USA fliehen konnte und ebenfalls nach zahllosen Umwegen an eben jenem College landet.

Obwohl von der Thematik her interessant (USA zu Beginn des Irakkrieges - zu Beginn des 2. Weltkrieges, die Jagd auf Terroristen - die Jagd auf Kommunisten unter McCarthy), gelingt es Modick imho nicht, das Geschehen lebendig werden zu lassen. Die Geschichte ist für meinen Geschmack zu hölzern erzählt.


Gillian Slovo: "Roter Staub" ****
Sarah Barcant kehrt aus New York heim nach Smitsrivier, ihrem Geburtsort in Südafrika, um in einer Sitzung vor dem Wahrheitskommittee die Wahrheit über das Verschwinden ihres Mandanten herauszufinden. Angeklagt ist Dirk Hendricks, Polizist im Apartheitsregime.

Der Roman zeigt ein psychologisch stimmiges Bild der Opfer, wie auch der Täter in einem verbrecherischen Regime.


Ulla Hahn: "Unscharfe Bilder" ****
Angeregt durch eine Hamburger Ausstellung zu Verbrechen der Wehrmacht während des Rußlandfeldzuges befragt die Lehrerin Katja ihren Vater Hans Mussbach, der als junger Soldat beim Überfall auf die Sowjetunion dabei war. Anfangs sträubt sich der Vater, aber Katja lässt nicht locker und nach und nach kommen die Erinnerungen wieder hoch bzw. erlaubt sich Mussbach, sich wieder zu erinnern.

Das Buch war teilweise qualvoll zu lesen, die Schilderungen der Kriegsgreuel scheußlich. Trotzdem war ich sehr beeindruckt, wie Hahn beschreibt, wie Erinnerung funktioniert. Haben die Jüngeren das Recht, die Wahrheit zu erfahren, oder gibt es auch ein Recht der Älteren, zu schweigen?


László Krasznahorkai: "Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß" **
Ein Mann, der "Enkel des Prinzen Genji" genannt wird, macht sich auf der Suche nach dem perfekten Garten auf den Weg in ein buddhistisches Kloster außerhalb von Kyoto. Es ist dies ein sehr langsames und meditatives Buch, in dem die verschiedenen Zeitebenen verschwimmen.
Leider nicht mein Ding.

Petra Morsbach: "Der Cembalospieler" ****
Moritz Bauers Hochbegabung als Musiker wird schon sehr früh entdeckt. Sein Drama: Er erblindet langsam aber sicher.
Morsbach schildert die Auf und Abs eines Cembalovirtuosen und seine Auseinandersetzung mit der Musik, seiner Familie und seiner Umwelt.

Wieder war ich hellauf begeistert von Morsbachs Fähigkeit, Menschen auf dem Papier zum Leben zu erwecken. Ihr psychologisches Gespür für ihre Figuren ist phänomenal.


Maria Cecilia Barbetta: Änderungsschneiderei Los Milagros" ***
Das Buch hat mir weniger als Roman, denn als physisches Objekt gefallen! Die Gestaltung des Buches ist wunderschön.

Stewart O'Nan: "Letzte Nacht" ****
Das "Red Lobster" steht vor der Schließung. Zum letzten Mal schließt Manny, der Restaurantleiter, die Türen auf.
Beeindruckend, wie O'Nan in diesem schmalen Band die Schicksale verschiedener Menschen zu schildern weiß, die von der Schließung auf die eine oder andere Art betroffen sind. Hat mir sehr gut gefallen!
Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 05.01.2009, 08:12

Im Dezember habe ich folgendes gelesen:

Siri Hustvedt: "Die Leiden eines Amerkaners" ****

Uwe Timm: "Halbschatten" ***

Patrick Rothfuss: "Der Name des Windes" ***(*)

Hanns-Josef Ortheil: "Die geheimen Stunden der Nacht" ****

Juli Zeh: "Schilf" **

Judith Kuckart: "Die Verdächtige" ***

Helen Garner: "The Spare Room" *****

Michael Köhlmeier: "Idylle mit ertrinkendem Hund" ****

Katharine Noel: "Unerwartet schöne Tage" ***(*)
Herzliche Grüße, Claudia.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Barbara » 05.01.2009, 08:47

Liebe Claudia,

da hattest Du sicherlich einen abwechslungsreichen und interessanten Lesemonat. Bei mir waren die letzten zwei Monate leider nicht so lesereich, daher lohnt
es sich bei mir diesmal nicht das Gelesene zu posten.

Zu den folgenden drei Deiner gelesenen Bücher, würde mich Deine Meinung genauer interessieren.
Claudia hat geschrieben:Im Dezember habe ich folgendes gelesen:

Hanns-Josef Ortheil: "Die geheimen Stunden der Nacht" ****

Juli Zeh: "Schilf" **

Michael Köhlmeier: "Idylle mit ertrinkendem Hund" ****


1. Hans-Josef Ortheil:Ich habe Ortheil 2005 in Koblenz live erlebt, als er einen Preis verliehen bekam. Er war damals offizieller Stadtschreiber von Mainz.

Unter anderen stellte er damals sein neustes Buch "Die große Liebe" vor. Er las daraus und erzählte davon in einer so tollen Weise, dass ich es mir direkt vor Ort kaufte, signieren ließ und noch am gleichen Tag las.
Laut Ortheil sollte die Liebesgeschichte zwischen dem Fernsehredakteur und der Meeresbiologin, die jenes Forschungszentrum leitet, das ihm die nötigen Informationen für seinen Bericht liefern sollten, eine sein, die nicht dem üblichen Strickmuster folgt und keinen leidenden und verletzten Part zurücklässt.
Dem konnte ich nicht zustimmen. Daher war ich auch etwas enttäuscht von dem Buch, da es doch wieder wie alle anderen war und so gar nichts Besonderes. Ich kam nach dem Lesen zu dem Schluss, dass Ortheil, zumindest in diesem Buch zeigte, dass er sich mündlich weitaus besser darstellen konnte, als schriftlich: denn zuhören, was er alles so berichtete über sein Leben und seinen Alltag, das hätte ich noch stundenlang.
Ich wollte aber erst mal nix mehr von ihm lesen!
Aber, ich gebe fast jedem Autor eine 2.Chance und vielleicht lese ich dann doch nochmal etwas von ihm- dann aber eher etwas Älteres.
Daher bin auf Deine genauere Einschätzung gespannt.

2. Juli Zeh:Bei Ihr habe ich schon so viel Unterschiedliches gehört, dass ich nicht so recht weiß, was ich davon halten soll. Bis jetzt habe ich mit einem Kauf eines ihrer Bücher noch schwer getan. Deine zwei Sterne deuten darauf hin, dass die negativen Aussagen über sie durchaus Berechtigung haben.

3. Michael Köhlmeier:Von ihm habe ich "Abendland" gelesen und hatte hier gemischte Gefühle, sodass ich auch hier neugierig bin, wie Du das Buch, welches Du gelesen hast, genauer bewertest.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Anja » 05.01.2009, 15:06

Barbara hat geschrieben:(...) Bei mir waren die letzten zwei Monate leider nicht so lesereich, daher lohnt
es sich bei mir diesmal nicht das Gelesene zu posten.


@ Barbara
Es ist ja egal, ob du 1,5 oder 10 Bücher gelesen hast - interessant ist es immer zu sehen, was die anderen so gelesen haben.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Barbara » 05.01.2009, 15:34

Liebe Claudia,

da hast Du sicherlich recht und daher habe ich , da mein Monat nichts aufzuweisen hatte, meine TOP 10 in den Thread Top 2008 eingestellt. Und im Januar kommt dann meine Leseliste.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 05.01.2009, 15:47

Hallo Barbara,

ich war etwas faul :evil: und habe mich nicht weiter zu den gelesenen Büchern geäußert, will aber sehr gern auf Deine Fragen eingehen.

Zu Hanns-Josef Ortheil: Ich hatte ihn in einer Sendung mit Gert Scobel gesehen und war von seiner sympathischen Art sehr angetan. Daraufhin habe ich in der Stabi ein wenig gestöbert und bin bei „Die geheimen Stunden der Nacht“ gelandet, da mir dessen Klappentext am meisten zusagte.

Es geht kurz gesagt um eine Verlegerfamilie in Köln (evtl. an Neven DuMont angelehnt?).
Der Seniorchef hatte einen Herzinfarkt, die drei Geschwister rangeln um die Nachfolge.
Jeder von ihnen leitet einen eigenen Verlag innerhalb des Konzerns, es ist jedoch nicht klar, wer der Vorsitzende des gesamten Konzerns werden soll. Die Beziehungen der Geschwister untereinander bzw. deren Beziehungen zu den Eltern, Ehepartnern, Angestellten etc wird auf eine Weise beschrieben, die mir sehr gut gefallen hat.

Es war mein erstes Buch von Ortheil, ich kann mir gut vorstellen, noch einmal eines von ihm zur Hand zu nehmen.

Zu Juli Zeh: Auch „Schilf“ war das erste Buch, was ich von dieser Autorin gelesen habe.
Ich hatte sie schon öfters in Literatursendungen und anderen Interviews gesehen. Sie machte auf mich einen sehr aufgeweckten, blitzgescheiten Eindruck, so dass ich richtig neugierig auf eines ihrer Bücher wurde.

„Schilf“ ist so eine Art Krimi. Genau dort beginnt m.E. auch schon das Dilemma. Zeh kann sich in meinen Augen nicht so richtig entscheiden, was sie denn eigentlich schreiben will. Einen Krimi? Einen Beziehungsroman? Eine Vater-Sohn Geschichte? Alles das kommt ein wenig zum Zuge, wird zu einem Brei gerührt, der mir so gar nicht geschmeckt hat.
Ihre Sprache ist teilweise derart mit Metaphern überladen, dass der Effekt manchmal nur noch komisch war.

Bin mir noch nicht sicher, ob ich noch eines von Zeh lesen werde...

Und zu Köhlmeier: Sein „Abendland“ liegt noch auf meinem SUB. Ich wollte aber über Weihnachten etwas Dünneres lesen, da fiel mir die „Idylle...“ in der Buchhandlung ins Auge.
Hier war ich richtig begeistert: Köhlmeiers Sprache hat mir gut gefallen, die Geschichte war spannend und glaubwürdig erzählt. Hier spielten autobiographische Aspekte sicherlich eine Rolle. Die „Idylle...“ kann ich sehr empfehlen!

Ich hoffe, Dir einige Entscheidungskriterien an die Hand gegeben zu haben :D

Viel Spaß übrigens mit Anna Karenina, was ich vor einigen Jahren mit anderen gemeinsam hier in der LL gelesen habe. Mir persönlich hat "Krieg und Frieden" ja viel besser gefallen, trotz der langatmigen Geschichtsbetrachtungen ;)
Die Manesse Bändchen mag ich sehr gern, die liegen so schön in der Hand und sind wirklich hervorragend gemacht.

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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Barbara » 05.01.2009, 16:15

Liebe Claudia,

ganz lieben Dank fürs Beschreiben der Bücher. Damit hast Du mir sehr geholfen. Zumal sich Deine Einschätzungen bezüglich der Personen mit meiner Einschätzung deckt. Julie Zeh werde ich wohl lesetechnisch ganz weit nach hinten schieben. Dafür werde ich mir Köhlmeiers "Idylle..." auf jeden Fall genauer anschauen.
Bei Ortheil werde ich auch noch ein bisschen warten und vielleicht später wieder etwas von ihm zur Hand nehmen.

Also nochmal lieben Dank

Die Bücher aus dem Manesse Verlag mag ich auch sehr. Sie haben so etwas Feines und Besonderes. Allerdings soll die Übersetzungsqualität wohl nicht immer die Beste sein. Habe ich selbst allerdings noch nie durch z. B. Parallellesen ausgetestet. Bis jetzt gefällt mir Anna Karenina jedoch sehr gut.
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
B.H.

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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Daniela » 05.01.2009, 18:27

Liebe Claudia,
mein Rat zu Ortheill wäre: Belass es bei den Geheimen Stunden der Nacht, und bewahre dir einen schönen Eindruck vom Autor ;-)

Ich habe mittlerweile 4 oder 5 Bücher von ihm gelesen, und außer besagtem Verlagsroman hat mir keines gefallen...

LG,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 02.03.2009, 19:57

Uff, schon wieder März und noch nichts im neuen Jahr eingestellt.

Gelesen habe ich im Februar:

Christoph Peters: "Mitsukos Restaurant" ****
Eine heitere, leichte und sehr schön geschriebene Liebesgeschichte zwischen Schlachtplatte und Sushi :D
Siehe auch separater thread.

Ruth Klüger: "Unterwegs Verloren. Erinnerungen" Keine Wertung - Lebenserinnerung
Lesenswertes Buch einer, wie ich finde, schwierigen Frau über ihre Jahre an diversen Universitäten in den USA, ihre Ehe, ihre Kinder.

Anatolij Rybakow: "Jahre des Terrors" ***
Zweiter Teil der Arbat Trilogie. Stalin mit seiner Paranoia, seinem Hass stehen hier im Mittelpunkt.

Hiromi Kawakami: "Herr Nakano und die Frauen" *
Ein Flop. Meine Erwartungen waren allerdings auch sehr hoch. Für mich ein langweiliges Aneinanderreihen von eintönigen Geschehnissen in einem Tokioter Trödelladen. Es fehlt jegliches Geheimnis, jegliche Sinnlichkeit. Schade.

Philip Roth: "Empörung" ****(*)
Ein großes, kleines Buch des Meisters.

Anatolij Rybakow: "Stadt der Angst" ****
Im letzten Teil der Arbat Trilogie wendet sich Rybakow wieder verstärkt seinen Hauptfiguren des ersten TEils zu. Leider bleiben einige Handlungsfäden unverknüpft, was dem sehr positiven Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch tut.

George Eliot: "Middlemarch" ***(*)
Puh, das war anstrengend - mehr als 1100 Seiten viktorianische Literatur. Habe ca. 6 Wochen gebraucht, um (mit Unterbrechungen) zu Ende zu kommen. Es hat sich aber gelohnt! Eliots Gespür für psychologische Befindlichkeiten ist phänomenal. Im Vergleich jedoch zu den großen russischen Meistern imho deutlich schwächer.

Andreas Maier: "Sanssouci" ***
Die Charakterisierung von Merle Johansson hat mich über viele flache Strecken dieses Romans hinweg getröstet! Selten so eine böse Satire gelesen. Auch gut gefiel mir der russische Priester. Ansonsten - na ja...

Dai Sijie: "Once on a moonless night" *****
Ein besonderes Buch. Ausführlich in einem separaten thread besprochen. Ich fand's einfach berauschend.


Und im Januar gelesen:

Barbar Kingsolver: "Die Giftholzbibel" ****
Großartig! Eine Familie zieht in den Kongo, der Vater will dort die Einheimischen missionieren. Es sind jedoch Zeiten großer Unruhe - Patrice Lumumba wird zum ersten schwarzen Präsidenten gewählt, die belgische Kolonialmacht zieht ab... Die Geschichte wird aus der Sicht der vier Frauen der Familie Price erzählt.

Louis Begley: "Lügen in Zeiten des Krieges" **
War nicht mein Buch. Schon viel Gutes darüber gehört, ich fand's nur enttäuschend. Wenigstens ein Buch weniger auf dem SUB.

Anatolij Rybakow: "Die Kinder vom Arbat" ****
Erster Teil der Arbat Trilogie. Eine Gruppe Studenten in Moskau im Jahre 1936. Die ersten Schauprozesse werden vorbereitet. Sascha Pankratow wird aufgrund eines geringen Vergehens für drei Jahre nach Sibirien verbannt. Stalin herrscht im Kreml und zieht die Strippen. Ein großartiges aber auch bedrückendes Panorama der STalin-Ära und der Menschen, die unter ihm litten.

Julia Leigh: "Disquiet" ***
Eine merkwürdige Geschichte um eine junge Frau, die mit ihren zwei Kindern in ihr Elternhaus nach Frankreich zurückkehrt. Ihre Schwägerin und ihr Bruder treffen ebenfalls dort ein. Die Schwägerin möchte sich erholen, da sie einige Tage zuvor eine Fehlgeburt erlitt.
Ein kleiner, feiner Roman mit surrealistischen Einschlägen.

Hörbuch: Ian McEwan: "Am Strand" gelesen von Jan Josef Liefers ****
Ich finde den Roman großartig. JJL zuzuhören erfordert zwar manchmal viel Konzentration, hat mir aber außerordentlich viel Spaß gemacht!

Schöne Grüße,
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Dana » 03.03.2009, 10:50

Claudia hat geschrieben:Andreas Maier: "Sanssouci" ***
Die Charakterisierung von Merle Johansson hat mich über viele flache Strecken dieses Romans hinweg getröstet! Selten so eine böse Satire gelesen. Auch gut gefiel mir der russische Priester. Ansonsten - na ja...


Liebe Claudia,
schön, dass du es auch gelesen hast. Mir hat es ganz gut gefallen, habe mich gut unterhalten und bin immer noch am Nachgrübeln über doppelte Böden. ;) Ich melde mich in einem separaten Thread dazu ...

LG,
Dana (die sich freut, dass Ph. Roth doch so viele Sternchen von dir erhalten hat ;) )
Bücher sind wie Freunde: Man braucht nur wenige, aber gute.

Ich lese gerade:

A. L. Kennedy: Der letzte Schrei
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Barbara » 03.03.2009, 11:46

Liebe Claudia,

Claudia hat geschrieben:
George Eliot: "Middlemarch" ***(*)
Puh, das war anstrengend - mehr als 1100 Seiten viktorianische Literatur. Habe ca. 6 Wochen gebraucht, um (mit Unterbrechungen) zu Ende zu kommen. Es hat sich aber gelohnt! Eliots Gespür für psychologische Befindlichkeiten ist phänomenal. Im Vergleich jedoch zu den großen russischen Meistern imho deutlich schwächer.


Ach, wie erleichternd zu lesen, dass auch Du bei Deinen ellenlangen Monatslisten 6 WOchen für ein Buch brauchst. Ich dachte schon, dass ich bei meiner knappen Ausbeute hier der absolute Außenseiter bin. :oops: Es macht Dich soooo menschlich! ;)
"Das Lesen eines Buches ist die Zwiesprache mit der eigenen Seele!"
B.H.

Liebe Grüße
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Valentine » 03.03.2009, 14:57

Von "Lügen in Zeiten des Krieges" hatte ich mir auch mehr erwartet, als ich es damals gelesen habe. Ich fand es zwar nicht ganz so schlecht wie Du, aber arg deprimierend und irgendwie zäh.
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Re: Claudias Lesemonate

Beitragvon Claudia » 01.04.2009, 13:47

Im März habe ich gelesen:

Wallace Stegner: „Zeit der Geborgenheit“ ***
Der Roman hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Einerseits gefiel mir die Geschichte der Freundschaft zwischen den beiden Ehepaaren sehr gut, andererseits empfand ich die Personencharakterisierung als zu schablonenhaft.
Besonders Charity ist eher eine Pappkameradin als eine lebende Person aus Fleisch und Blut.
Ich werde allerdings noch mindestens ein weiteres Buch von Stegner lesen:
„Angle of Repose“ hat den Weg auf meinen SUB gefunden.

Nicolas Dickner: „Nikolski“ *****
Ich habe mich sehr gut unterhalten mit dieser Geschichte über drei junge Leute in Kanada, die sich nicht kennen, sich nur zufällig über den Weg laufen und trotzdem sehr viel gemeinsam haben... Eine Empfehlung.

Francesca Kay: „An equal stillness“ **
Wurde in der englischen Presse und in den blogs sehr gut besprochen. Mein Buch war es nicht. Ich fand die Geschichte um die Künstlerin Jenny dröge, den Erzählfluss zäh.
Was mich vollends gegen den Roman einnahm war die (Nebenfigur) Margaret, die Schwester der Künstlerin. Sie ist älter, dick, unattraktiv. Für mich ein fast schon skandalöser Kniff, um die Hauptfigur umso heller strahlen zu lassen! Es war immer von „poor Margaret“ die Rede... :evil: Furchtbar!

Sebastian Faulks: „Engleby“ ****
Klasse Buch! Faulks erzählt in seinem Roman von Michael Engleby, einem Außenseiter, der Anfang der 70er Jahre in Cambridge zu studieren beginnt.
Faulks lässt diese Ära auferstehen, inclusive Musik, Mode, etc.
Hauptsächlich geht es jedoch um das Verschwinden einer jungen Frau.
Mir gefiel ganz besonders die dichte psychologische Zeichnung der Figuren.


David Lodge: „Deaf Sentence“ ****
Mein erster Roman dieses Autors, bestimmt nicht mein letzter! Ernste Themen (Älter werden, zunehmende Gebrechen (Taubheit), Tod, Ehe, etc.) werden teils melancholisch, teils heiter beschrieben. Ich habe einige Male laut lachen müssen. Für mich persönlich ist Lodge eine Entdeckung.

Steve Augarde: „Celendine“ ***
Hier handelt es sich um den zweiten Teil der „Various Trilogy“, einem fantasy Zyklus. Den ersten Teil, „The Various“ hatte ich im vergangenen Jahr mit großem Vergnügen gelesen. Es ist eigentlich für Kinder geschrieben. Ich fand es jedoch anspruchsvoll genug, um mich wieder sehr gut zu unterhalten. Der dritte Teil ist bestellt.

Daniel Kehlmann: „Ruhm“ **(*)
Dazu hatte ich im entsprechenden Strang geschrieben. Hoffe, Kehlmann bringt bald wieder einen Roman heraus. Damit komme ich wohl besser klar.

Endgültig zur Seite gelegt habe ich RAUSCH von John Griesemer. Ich bin einfach nicht richtig in die Geschichte hineingekommen. Die Personen haben mich nicht wirklich interessiert. Nach ca. 150 Seiten hatte ich genug...

Auch Dietmar Dath mit DIE ABSCHAFFUNG DER ARTEN war nicht mein Fall.

Schöne Grüße,
Herzliche Grüße, Claudia.
Claudia
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