Leselisten Arlene

Welche Bücher hast du im vergangenen Monat gelesen? Und wie bewertet? Hier ist der richtige Platz dafür!

Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 13.07.2009, 21:34

Hallo Dana,

du hast recht, die Auflösung war mehr als skurril, das konnte ich auch nicht mehr unter "britischem Humor" abbuchen. Interessant war aber der unterschiedliche Umgang der Situation von Mr. und Mrs. Ransome.

Liebe Grüße
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 06.04.2010, 19:54

Bevor ich hier das letzte dreiviertel jahr nachtrage :oops: , beschränke ich mich lieber auf den März, da habe ich exakt ein Buch gelesen:

Frank Schätzing, Limit (3 Sterne)

500 Seiten weniger und das Buch hätte mir richtig gut gefallen. Der Plot ist spannend und unterhaltsam, einen Mange an Fantasie kann man Schätzing nun wirklich nicht vorwerfen. Aber er ist so geschwätzig! Ich kenne jetzt (gefühlt) jeden Mondkrater mit Namen und die Geschichte Äquatorialguineas der letzten 20 Jahre. Es muss nämlich alles verwertet werden, was Schätzing recherchiert hat, da darf nicht verloren gehen. Weniger ist manchmal mehr, aber das hat sich bis zu Schätzing noch nicht herumgesprochen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 12.05.2010, 19:13

Im April gab es zum Glück mehr Bücher als im März

Martin Suter, Der Koch ****
Nette Geschichte um einen tamilischen Hilfskoch, der in Wirklichkeit ein Meister seines Faches ist und die Molekularküche beherrscht. Aphrodisiaka sind seine Spezialität. Suter hatte schon bessere Plots, aber er kann einfach erzählen.

Daniel Zahno, Rot wie die Nacht ***
Eine Menage à trois, nicht so gelungen wie das erste Buch "Die Geliebte des Gelatiere", aber mit wieder mit sehr unerwartetem Ende.

Ann Granger, Wer andern eine Grube gräbt ***
Solide englische Krimikost, Band 5 der Mitchell & Markby-Reihe.

Georges Simenon, Maigret und Pietr der Lette ***
Der erste Maigret von 1929, die Ermittlungsmethoden von Maigret sind natürlich altertümlich, eigentlich läuft er ständig neben dem Hauptverdächtigen her, ohne dass überhaupt klar ist, was der getan hat. An diesen Kommissar muss ich mich erst gewöhnen, ich bin mir nicht sicher, ob ich alle 75 Bände brauche.

Lizzie Doron, Ruhige Zeiten ***
Überlebende des Holocaust treffen sich regelmäßig in Sajtschicks Friseursalon in Tel Aviv. Über das Unaussprechliche kann keiner reden, mir war der Roman etwas zu ruhig.

Anna Katharina Hahn, Kürzere Tage **
Für mich der Flop des Monats, langweilige Leute tun nichtssagende Dinge, mehr habe ich im entsprechenden Thread geschrieben.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 03.06.2010, 14:59

Im Mai waren es viele, allerdings oft kurze Bücher

Donna Leon, Das Gesetz der Lagune ****
Brunetti wie man ihn kennt, diesmal spielt der Fall nicht in Venedig selbst, sondern in der Lagune und Signorina Elettra kommt mal aus ihrem Büro raus.

David Safier, Jesus liebt mich ***
Marie hat gerade ihren Zukünftigen am Traualtar stehen lassen, da lernt sie einen ganz besonderen Zimmermann kennen. Jesus ist nämlich Malente unterwegs um das Jüngste Gericht zu verhindern. Bibelkomik im Stil von "Die Bibel nach Biff", unterhaltsam und mit Situationskomik, aber vorhersehrbar.

John von Düffel, Hotel Angst ****
Kurze Familiengeschichte um ein verfallenes Hotel an der Riviera, intensiv und mit einer unvorgesehenen Wendung. Mein erster von Düffel, aber von diesem Autor möchte ich noch mehr lesen.

Georges Simenon, Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet (Maigret 2)***
Dieser Maigret hat mir besser gefallen als der erste, ein ungewöhnlich konstruierter Fall, aber zumindest wusste ich von Anfang an, worum es ging, denn es gab anders als in Band 1 zu Anfang einen Toten.

Charlotte MacLeod, Die Familiengruft ***
Der erste Band der Boston-Serie führt das Personal ein. Zunächst fand ich Sarah Kelling merkwürdig und unzeitgemäß, im Laufe des Falls wird, als alte Familiengeheimnisse aufgedeckt werden, wird klar, warum sie so ist. Die Figur hat Potenzial.

Irène Némirovsky, Der Ball *****
Sehr schöne Novelle über eine Aufsteigerfamilie im Paris der 30er Jahre. Eine Empfehlung.

Klaus-Peter Wolf, OstfriesenKiller ***
Gibt es einen Sniper in Ostfriesland? Komissarin Kramer ermittelt in Norden und Umgebung. Netter Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit.

Tatiana de Rosnay, Sarahs Schlüssel ****
Im Sommer 1942 wird die 10-jährige Sarah mit ihren Eltern in Paris deportiert. Ihren kleinen Bruder sperrt sie in einen Wandschrank ein, damit er nicht entdeckt wird. Sarah gelingt die Flucht und sie macht sie auf die Suche nach ihrem Bruder. Verschränkt wird diese Geschichte mir der von Julia im Jahr 2002. Sie ist amerikanische Journalistin Paris, mit einem Franzosen verheiratet und rechierchiert zu den Vorkommnissen 1942. Berührend, aber nicht kitschig, mir hat es gut gefallen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 01.11.2010, 16:04

Ich frische mal wieder meine Leselisten auf.
Im Oktober habe ich gelesen

Jörg Maurer, Hochsaison ***
Regionalkrimi aus Garmisch-Partenkirchen und Umgebung mit Lokalkolorit und Situationskomik. Unterhaltsam. Allerdings sollte mal jemand dem Autor oder dem Lektor sagen, dass Menschen aus Recklinghausen nicht Recklinghausener sondern Recklinghäuser sind :?

Michel Birbaek, Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr ***
Chick-lit von einem Mann! Die Geschichte ist flott geschrieben und unterhaltsam. Leider spielt sie im Showbiz und da gibt es scheinbar nur durchgeknallte Individuen.

Charlotte MacLeod, Kabeljau und Kaviar***
Band 5 der Boston-Serie, wie immer mit skurrilen Charakteren und Bräuchen. Leider wird der Fall diesmal nur von May Bittersohn gelöst, Sarah Kelling spielt kaum ein Rolle.

Andrea Levy, Eine englische Art von Glück****
Schöner Schmöker über die Kriegs- und Nachkriegszeit in London. Ich wusste gar nicht, wie schlecht die farbigen Einwanderer aus den Kolonien damals in England behandelt wurden. Das Ende ist etwas aufgesetzt, aber insgesamt sehr schön zu lesen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Daniela » 01.11.2010, 18:53

Hallo Arlene,
ich bin grad über ChickLit von einem Mann gestolpert *G*
Ich hab da auch ein Buch liegen... Jonathan Tropper. Von ihm hab ich schon eins mit viel Spaß gelesen, und freu mich auf das nächste. Kennst du den? ich glaube, der könnte was für dich sein!
Liebe Grüße,
Daniela
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Meine Krimiempfehlung:
Oliver Tidy - DOVER
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 04.11.2010, 20:15

Hallo Daniela,
ich hatte schon ein paar Mal ein Buch von Tropper in der Hand, habe aber noch keins gelesen. Eins, den Titel habe ich vergessen, erinnerte mich von der Inhaltsangabe an "P.S. Ich liebe dich" von Cecilia Ahern, das wollte ich dann doch nicht. Außerdem finde ich chick-lit auch nur in homöopathischen Dosen erträglich. Aber manchmal muss es sein :oops:
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 04.11.2010, 20:15

Hallo Daniela,
ich hatte schon ein paar Mal ein Buch von Tropper in der Hand, habe aber noch keins gelesen. Eins, den Titel habe ich vergessen, erinnerte mich von der Inhaltsangabe an "P.S. Ich liebe dich" von Cecilia Ahern, das wollte ich dann doch nicht. Außerdem finde ich chick-lit auch nur in homöopathischen Dosen erträglich. Aber manchmal muss es sein :oops:
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Valentine » 05.11.2010, 09:18

Da meinst Du bestimmt "Mein fast perfektes Leben". Das fand ich zu Anfang ziemlich nervig und dann doch gar nicht so schlecht ;)
Medicine, law, banking - these are necessary to sustain life.
But poetry, romance, love, beauty - these are what we stay alive for.

(Dead Poets Society)
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 11.12.2010, 20:52

Vier Bücher waren es im November

Donna Leon, Die dunkle Stunde der Serenissiman (Brunetti 11)****
Diesmal geht es um Venedigs Vergangenheit, und zwar um die weniger glamouröse zur Zeit des Duce. Für mich eins der besten Bücher der Reihe.

Mario Vargas Llosa, Lob der Stiefmutter ****
Der erotische Roman des aktuellen Nobelpreisträgers, sehr literarisch und nie pornografisch. Mit Sicherheit war das nicht das einzige Buch von Vargas Llosa für mich. Jetzt interessieren mich mehr die Bücher mit politischem Hintergrund.

Arnaldur Indridason, Nordermoor ***
Kommissar Erlendur ermittelt in einem Mordfall um einen alten Mann, der offenbar allen unsympathisch war. Genau wie in "Menschensöhne" spielen wieder Abstammung und Genetik eine große Rolle. Solide Krimikost, die Island allerdings nur im Regen darstellt.

Jasper Fforde, Irgendwo ganz anders ***
Wie immer eine ziemlich verwirrende Geschichte um die Agentin Thursday Next, die diesmal sogar in mehrfacher Ausführung auftritt. Ob das alles logisch ist, was Fforde schreibt, wage ich zu bezweifeln, insbesondere das Zeitreisen hat mir doch ziemliche Knoten ins Gehirn gedreht. Unterhaltsam ist es aber auf jeden Fall.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 24.01.2011, 13:50

Im Dezember habe ich gelesen

Jane Austen, Verstand und Gefühl **
Bisher der für mich schwächste Roman von Austen. Mal wieder müssen zwei Schwestern, die nicht so begütert sind, gut verheiratet werden, aber nicht jeder Kandidat hat lautere Motive. Das kommt mir doch sehr bekannt vor, jedesmal das gleiche Thema langweilt mich irgendwann. Deswegen verordne ich mir ein Austen-Pause, bevor ich an die drei noch ungelesenen Werke gehe (Emma, Kloster Northanger, Mansfield Park).

Jasna Mittler, Der heilige Erwin ***
Der liebe Gott will auf der Erde mal nach dem Rechten schauen, da sein Sohn das vor 2000 Jahren nicht so gut hingekriegt hat. Aber in der kölschen Vorweihnachtszeit ist auch für den lieben Gott ein gottgefälliges Leben nicht so einfach....nett und lustig, aber auch nicht mehr.

Friederike Schmöe, Süßer der Punsch nie tötet***
Weihnachtskrimi in Bamberg aus der Reihe um Detektivin Katinka Palfy. Die Kapitel sind nach Kalendertagen sortiert, ansonsten nett und unterhaltsam, aber ein bisschen vorhersehbar.

Daniel Glattauer, Theo ****
Glattauer beschließt bei der Geburt seines Neffen, diesen regelmäßig zu portraitieren. So entsteht ein unterhaltsames Buch über ein kleines Kind, das jedoch den nötigen Abstand zum Kind hat. Was Glattauer auszeichnet, ist eine scharfe Beobachtungsgabe und die Fähigkeit sich selbst als Onkel und Teilzeit-Erziehungsberechtigten auf den Arm zu nehmen.

Milena Agus, Die Frau im Mond ****
Die Enkelin erzählt die Geschichte der Großmutter, die auf Sardinien nach dem zweiten Weltkrieg zunächst keinen Mann findet. Schließlich heiratet sie doch, obwohl sie den Mann nicht liebt. Bei einem Kuraufenthalt trifft sie dann doch den einen, wahren Mann...
Eine feine Geschichte, in knappen Sätzen schnörkellos erzählt, nicht kitschig und mit ungewöhnlichem Ausgang
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