Leselisten Arlene

Welche Bücher hast du im vergangenen Monat gelesen? Und wie bewertet? Hier ist der richtige Platz dafür!

Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 18.10.2008, 09:56

Der Oktober ist zwar schon halb vorbei, aber trotzdem zum Einstand noch meine Leseliste von September

Ann Granger, Fuchs, du hast die Gans gestohlen (3 Sterne)
Der zweite Band der Mitchell & Markby Reihe bietet das Gewohnte. Ein spannungsarmer Kriminalfall und mikroskopische Annäherung der Protagonisten. Nichts Besonderes, aber solide Unterhaltung.

George Orwell, Farm der Tiere (4 Sterne)
Eigentlich eine Schullektüre, die damals an mir vorbei gegangen ist. Sehr plastisch wird der schmale Grat zwischen Demokratie und Diktatur gezeigt, alles gespielt von Tieren. Gut, aber lange nicht so beeindruckend wie das geniale "1984".

Minck & Minck, abgemurkst (3 Sterne)
Der zweite Bochum-Krimi, lustig und schnodderig, allerdings beginnt die Krimihandlung erst ab Seite 200, vorher ist die Geschichte etwas strukturlos. Das Motiv der Taten fand ich, hmm, sagen wir gewöhnungsbedürftig bis unglaubwürdig. Ähnlich wie Ann Granger bieten Minck & Minck solide Unterhaltung.

Alan Bennett, Die souveräne Leserin (5 Sterne)
Das Highlight des Monats. Die Queen entdeckt das Lesen für sich, als ihre Corgies den Bücherbus, der ihre Angestellten mit Lektüre versorgt, ankläffen. Sie sieht sich gezwungen ein Buch auszuleihen und entdeckt die Bücher für sich. Fortan sieht man sie nur noch mit Buch, ihre Mitarbeiter reagieren verstört, wenn sie versucht sich Lesezeit zu erkämpfen. Und das Ende bietet einen echten Knaller. Bleibt nur die Frage, ob das Coverbild tatsächlich die Queen oder eine Doppelgängerin zeigt. Ich finde ja, es sieht sehr "queenig" aus.

Frank Schätzing, Nachrichten aus einem unbekannten Universum (4 Sterne)
Das Sachbuch als Ergänzung zum "Schwarm", in dem Schätzing sein immenses Wissen über die Ozeane verarbeitet. Es ist aufgeteilt in gestern (Erdgeschichte), heute (aktuelles) und morgen (Zukunftsvisionen für Mensch und Meer) Der erdgeschichtliche Teil war mir mit ca. 200 Seiten zu lang, die anderen Teile gefielen mir bedeutend besser. Der Stil ist allerdings extrem flapsig, das muss man mögen, mir war es an einigen Stellen zu viel. Die Werbung "Ein Ozean an Wissen und Witz" ist jedenfalls überaus treffend.

Mitgenommen in den Oktober habe ich
John Griesemer, Rausch
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 02.11.2008, 18:06

Im Oktober habe ich gelesen:

John Griesemer, Rausch (4 Sterne)
Ein Roman über die Verlegung des ersten Transatlantikkabels von Irland nach Neufundland. Die technischen Details werden zum Glück verständlich und auch kurz dargestellt, im Wesentlichen ist es die Geschichte des Ingenieurs Chester Ludlow, der die Kabelverlegung leitet. Zunächst fand ich ihn und alle anderen Figuren nur oberflächlich dargestellt, aber mit zunehmender Seitenzahl gewinnen alle Figuren an Tiefe, besonders seine Ehefrau Franny. Interessant auch die Darstellung des amerikanischen Bürgerkriegs aus Sicht der Nordstaaten. Das Ende ist für mich leider etwas zu viel "happy end", insgesamt aber ein schöner Schmöker.

Lily Brett, Einfach so (2 Sterne)
Esther Ward, Australierin, ist die Tochter von zwei Holocaust-Überlebenden und fühlt sich dadurch ständig besudelt und beschmutzt. Sie lebt mit ihrem Mann Sam, einem leidlich erfolgreichen Maler, und drei Patchwork-Kindern aus früheren Beziehungen in Manhattan und versucht täglich ihr Leben zu meistern. Dabei kreist sie ständig um sich selbst und kann sich vom Holocaust-Thema niemals lösen. In jeder überfüllten U-Bahn sieht sie die Züge nach Ausschwitz, bei der Erwähnung eines Arztes denkt sie über die Rolle der Ärzte im Dritten Reich nach. Zur Entspannung liest Esther Bücher über den Holocaust, davon besitzt sie etwa 400. Sie setzt sich regelmäßig mit ihrer verstorbenen Mutter auseinander und hat Dauerkonflikte mit ihrem Vater, der ihr keine Probleme zugesteht. Schließlich war sie nicht in Ausschwitz, und hat daher keine Ahnung von Problemen. Mir war dieses ständige um sich selbst kreisen und nicht von dem einen Thema loskommen zu viel. Genau wie Esther bewegt sich auch der Roman in einer Spirale ohne Ende, allerdings muss man der Autorin eine sehr genaue Beobachtungsgabe attestieren. Für mich wäre aber weniger mehr gewesen.

Donna Leon, Nobiltà (4 Sterne)
Ein solider Krimi um den sympathischen Ermittler Brunetti. Der Fall spielt in der Szene der Top-Industriellen von Italien, wo man sich nicht unbedingt an Recht und Gesetz hält und Brunetti hat Gelegenheit ausgiebig über Italien und die italienische Gesellschaft nachzudenken. Ansonsten gibt es das übliche venezianische Lokalkolorit und gutes Essen - außer wenn Brunettis Tochter Chiara sich zum ersten Mal alleine am Herd versucht ;) . Mir hat es gefallen.

Mit genommen in den November habe ich
Joyce Carol Oates, Niagara
Zuletzt geändert von Arlene am 03.11.2008, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Lily Brett: Just like that/Einfach so

Beitragvon Anja » 03.11.2008, 10:06

Bild
Arlene hat geschrieben:Lily Brett, Einfach so (3 Sterne)
Esther Ward, Australierin, ist die Tochter von zwei Holocaust-Überlebenden und fühlt sich dadurch ständig besudelt und beschmutzt. Sie lebt mit ihrem Mann Sam, einem leidlich erfolgreichen Maler, und drei Patchwork-Kindern aus früheren Beziehungen in Manhattan und versucht täglich ihr Leben zu meistern. Dabei kreist sie ständig um sich selbst und kann sich vom Holocaust-Thema niemals lösen. In jeder überfüllten U-Bahn sieht sie die Züge nach Ausschwitz, bei der Erwähnung eines Arztes denkt sie über die Rolle der Ärzte im Dritten Reich nach. Zur Entspannung liest Esther Bücher über den Holocaust, davon besitzt sie etwa 400. Sie setzt sich regelmäßig mit ihrer verstorbenen Mutter auseinander und hat Dauerkonflikte mit ihrem Vater, der ihr keine Probleme zugesteht. Schließlich war sie nicht in Ausschwitz, und hat daher keine Ahnung von Problemen. Mir war dieses ständige um sich selbst kreisen und nicht von dem einen Thema loskommen zu viel. Genau wie Esther bewegt sich auch der Roman in einer Spirale ohne Ende, allerdings muss man der Autorin eine sehr genaue Beobachtungsgabe attestieren. Für mich wäre aber weniger mehr gewesen.


Das hab ich vor Jahren auf englisch gelesen und fand es fürchterlich- spätestens, wenn man dann noch lesen darf, wie der tägliche Stuhlgang so war, wird's einfach nur uninteressant und viel zu sehr um sich selbst kreisend.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Valentine » 03.11.2008, 11:15

Mir ging's damit so wie Anja ... ich fand's fürchterlich gekünstelt, und dann noch die Darm-Thematik - näää ...
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 03.11.2008, 17:40

Ja, die Darm-Thematik fand ich auch ziemlich Sch....
Ich fand es neben künstlich vor allem amerikanisch, besonders das ständige Gerenne zum Analytiker. Und diese Frau war einfach anstrengend.
Hmm, bei intensiverem Überlegen reduziere ich wohl auf zwei Sterne, sonst passt es nicht mehr im Verhältnis zu den anderen Büchern.
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Lily Brett: Just like that/Einfach so

Beitragvon Anja » 04.11.2008, 15:28

Ach ja, Analytikergespräche, dieses ewige um-sich-Selbst-Kreisen, die (meiner Ansicht nach) unnötigen Infos über den Stuhlgang ... ich muss wirklich nicht noch mehr davon lesen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Dana » 04.11.2008, 15:33

Arlene hat geschrieben:Ja, die Darm-Thematik fand ich auch ziemlich Sch....
Ich fand es neben künstlich vor allem amerikanisch, besonders das ständige Gerenne zum Analytiker. Und diese Frau war einfach anstrengend.
Hmm, bei intensiverem Überlegen reduziere ich wohl auf zwei Sterne, sonst passt es nicht mehr im Verhältnis zu den anderen Büchern.


Wenn ihr CHUZPE lest, seid ihr mit der Autorin wieder versöhnt. Die Vaterfigur ist zumindest herzerwärmend (wie meistens in ihren Büchern), übrigens sehr nah am Original gezeichnet, wie die Autorin bei einer Lesung berichtete.



LG,
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Ich lese gerade:

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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 03.01.2009, 22:34

Ich aktualisiere endlich mal meine Leselisten.

Im November habe ich gelesen:


Joyce Carol Oates, Niagara (4 Sterne)
Ein Roman, der von den 50er bis 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in Niagara spielt. In der Hochzeitsnacht wird Ariah zur Witwe, da sich ihr Mann in die Niagarafälle stürzt. Aber schon kurze Zeit später heiratet sie überraschend wieder, skandalös kurz nach dem Tod ihres ersten Mannes und außerdem einen stadtbekannten Schürzenjäger. Ein Familienroman um Geheimnisse, verletzte Gefühle und Umweltverschmutzung. Mir hat er gut gefallen, auch wenn im zweiten Teil die Kinder von Ariah für meinen Geschmack zu sehr im Vordergrund standen.


Arto Paasilinna, Das Jahr des Hasen (2 Sterne)
Als der Fotograf versehentlich einen Hasen anfährt, nutzt Journalist Vatananen die Möglichkeit seinen Beruf und seine Ehe aufzugeben und den Hasen zu pflegen. Es entwickelt sich eine abenteuerliche Tour von Vatanen und Hase quer durch Finnland mit schrägen Personen und skurillen Ereignissen. Finnischer Humor ist anders,vor allem anders als meiner.


Marguerite Yourcenar, Der Fangschuss (4 Sterne)
Ein Kammerstück über Hingabe, Enttäuschung und das Verlangen nach Liebe. 1919 ist der erste Weltkrieg beendet, aber im Baltikum herrscht Bürgerkrieg. Der preußische Offizier Erich von Lhomond verteidigt mit seinem Freund Konrad von Reval die Gegend um Kratovice vor den Roten. Sie leben im verfallenden Schloss der Revals, wo sich auch Konrads Schwester Sophie befindet. Es entwickelt sich eine verhängnisvolle Dreiecksbeziehung. Minutiöse Schilderungen der Ereignisse wechseln sich ab mit Nachdenken über Begriffe wie Ehre und Mut.


Jane Austen, Stolz und Vorurteil (5 Sterne)
Ein witziger und ironischer Roman über die Familie Bennett, die ihre fünf Töchter unter die Haube bringen will. Im Zentrum steht die Geschichte von Elizabeth und Mr. Darcy, die beinahe zum Scheitern verurteilt ist, aber nach vielen Irrungen und Wirrungen geht es doch gut aus. Ein ausgesprochen unterhaltsames Buch und ein Sittengemälde der guten englischen Gesellschaft.


Zadie Smith, Von der Schönheit (3 Sterne)
Ein Universitäts- und Familienroman von der amerikanischen Ostküste. Leider waren mir bis auf die Mutter Kiki die anderen Personen alle unsympatisch, besonders der Vater Howard. In dieser Familie wird praktisch nicht kommuniziert und so werden alle zwischenmenschlichen Probleme immer größer statt kleiner. Und Howard reibt sich in einem sinnlosen und nicht zu gewinnenden Kampf mit seinem Konkurrenten auf. Ich habe ziemlich viel kopfschüttelnd gelesen, verständnislos über die Figuren und ihre amourösen Abenteuer.
Zuletzt geändert von Arlene am 03.01.2009, 23:17, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 03.01.2009, 23:09

Und der Dezember kommt gleich im Anschluss


Joanne K. Rowling, Quidditch im Wandel der Zeiten (4 Sterne)
Ein kleine Geschichte des Quidditch zur Abrundung des Harry Potter Universums. Fantasievoll und unterhaltsam, verständlich aber nur für Kenner der Harry Potter Reihe.


Ann Granger, Warte, bald ruhest auch du (3 Sterne)
Ein solider englische Krimi mit den bekannten Protagonisten und der Erkenntnis, dass der Drogenhandel auch bis in die hinterste Provinz reicht. Meine Erwartungen wurden weder positiv noch negativ enttäuscht.


Hans-Werner Kettenbach, Die Konkurrentin (4 Sterne)
Eine Frau möchte als Bürgermeisterin der "Schwarzen" in einer bekannten Stadt am Rhein aufgestellt werden. Aus der Sicht ihres Ehemannes entwickeln sich Intrigen und Manöver, denn sie hat natürlich einen Gegenkandidaten, der nichts unversucht lässt, sie in ein schlechtes Licht zu rücken. Und die Presse wühlt in ihrer Vergangenheit. Man muss Rituale und Taktiken in Parteien und das politische Leben überhaupt mögen, um Spaß an diesem Roman zu haben. Ich habe vieles mit einem Augenzwinkern gelesen und fühlte mich gut unterhalten.


Becky Cochrane, Zimtsterne mit Zuckerkuss (2 Sterne)
Buchverkäuferin Keelie hat ihren Job,ihren Chef und den Stress in der Vorweihnachtszeit satt. Als sie sich den Fuß bricht, fährt sie mit ihrem Hamster Hamlet und einer Freundin zu deren Familie. Als Hamlet krank wird, lernt sie einen äußerst sympathischen und natürlich wahnsinnig attraktiven Tierarzt kennen.......Das muss kein Mensch lesen, aber vor Weihnachten finde ich eine hirnlose Liebesgeschichte mal ganz nett. Aber nicht öfter!


Jeffrey Eugenides, Middlesex (4 Sterne)
Middlesex sind zwei Bücher in einem, zunächst die Auswanderergeschichte von Lefty und Desdemona, griechische Geschwister, die 1922 vor den Türken aus Kleinasien fliehen müssen und nach Amerika kommen. Auf der Überfahrt heiraten sie und es gelingt tatsächlich, das Geheimnis zu wahren. Nach ausführlicher und verschlungener Familiengeschichte, die einen Überblick über amerikanische Geschichte und besonders die Entwicklung ven Detroit gibt, wird schließlich ihre Enkelin Calliope geboren. Aber Calliope ist anders, was sich allerdings erst in der Pubertät zeigt, sie ist ein Hermaphrodit und genetisch ein Mann.
Dieser sehr breit erzählte Familienroman hat mich über die Feiertage begleitet und hervorragend unterhalten, wobei ich die Einwanderergeschichte noch interessanter fand als die Hermaphroditengeschichte.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Daniela » 04.01.2009, 13:59

Hallo Arlene,
das ging mir bei Middlesex auch so; vor allem der Brand von Smyrna hatte mich fasziniert, dann aber auch die erste Zeit in den Staaten.

Und, liest du denn dann auch das Märchen von Beedle dem Barden? Wundert mich nämlich, dass das hier bislang noch gar keine Erwähnung gefunden hat!

LG,
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 04.01.2009, 16:46

Hallo Daniela,

Beedle, der Barde wartet natürlich schon auf meinem SUB, aber nicht mehr lange, denke ich. Märchen mag ich zwar normalerweise nicht so, aber hier werde ich eine Ausnahme machen.

Interessant übrigens, dass Beedle, der erst Anfang Dezember erschienen ist, laut Focus auf Platz 5 der meistverkauften Bücher 2008 gekommen ist.

LG
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 10.02.2009, 20:29

Jetzt endlich meine Januar-Liste



Janosch, Gastmahl auf Gomera (3 Sterne)
Janosch erzählt einem polnischen Journalisten einiges aus seinem Leben, das Ganze bei einem Aufenhalt auf Gomera. Ich habe es wegen der Insel als Hintergrund gelesen, Janosch selber war mir unsymphatisch, ein schwieriger Mensch mit furchtbarer Kindheit und Jugend, von der er offenbar auch in hohem Alter nicht loslassen kann.



Martin Suter, Ein perfekter Freund (4 Sterne)
Fabio wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern. Nachdem er einen heftigen Schlag auf den kopf bekommen hat, fehlen ihm 50 Tage der Erinnerung. In diesen 50 Tagen hat er aber offenbar sein Leben umgekrempelt, die Freundin ist neu, die alte, an die er sich erinnert, will ihn nicht mehr sehen, den Job hat er auch gekündigt. Fabio macht sich an die Rekonstruktion der letzten 50 Tage. Gewohnte Suter-Qualität und ein gewohntes Suter-Thema: Gedächtnisverlust.



Nadine Gordimer, Der Ehrengast (2 Sterne)
Colonel James Bray kehrt nach 10 Jahren in ein fiktives afrikanisches Land zurück. Als Kolonialbeamter wurde er seinerzeit entlassen, weil er sich schon früh auf die Seite der Schwarzen und der Unabhängigkeitsbewegung gestellt hatte. Zur Feier der Unabhängigkeit ist er der Ehrengast und berät den Präsidenten in Bildungsfragen. Doch schon bald brechen Rivalitäten zwischen verschiedenen politischen Gruppen auf, Bray sitzt zwischen allen Stühlen und muss zusehen, wie das Land schon im ersten Jahr im Chaos versinkt, während er selbst mit der viel jüngeren Rebecca einen zweiten Frühling erlebt.
Das hört sich ja interessant an, aber leider fand ich das Buch nur langatmig. 400 der knapp 900 Seiten hätten auch gekürzt werden können, und ich hätte nichts vermisst. Besonders 150 Seiten Parteikongress mit der Diskussion über die Rolle der Gewerkschaften waren mir bedeutend zu viel.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Valentine » 11.02.2009, 11:25

Habe gerade erst Deine "alten" Listen angeschaut und festgestellt, dass es mir mit dem Buch von Zadie Smith genauso ging wie Dir - vor allem diese hohle Victoria ging mir so auf die Nerven, und auch über die anderen Protagonisten habe ich mich hauptsächlich geärgert. Schade! Smiths Erstling fand ich nämlich richtig klasse.

Der Suter hat mir auch gut gefallen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 11.02.2009, 17:35

Da bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, die mit Zadie Smith Probleme hatte. Ich fand besonders diesen Möchtergern-Gangsta-Rapper Sohn doof (den Namen habe ich schon verdrängt). Eine Freundin von mir fand das Buch nämlich toll und hatte es mir wärmstens ans Herz gelegt. Vielleicht versuche ich ja irgendwann mal den Erstling von Zadie Smith. Ich glaube wir haben eine ähnlichen Lesegeschmack, auch wenn ich gar nicht auf "Elfenzeugs" stehe. ;)
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Valentine » 12.02.2009, 09:09

"Zähne zeigen" fand ich wirklich super und auch amüsant. Teilweise blitzte dieses Können auch in "On Beauty" auf, aber wie gesagt, die Personen waren diesmal einfach nicht mein Fall.

Dass wir schon öfter dasselbe gelesen haben, ist mir auch schon aufgefallen. Schön ;)
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Daniela » 13.02.2009, 00:03

Zähne zeigen finde ich auch nach wie vor das besser Buch von Zadie Smith - aber mir hatte auch On Beauty gut gefallen, obwohl ich so einige Probleme damit hatte. Wie ihr ja auch schon geschrieben hattet, die Grundidee der Geschichte schon mal an sich, dann der Rappersohn, usw usw usw... aber ich fand unheimlich viele sehr genaue Beobachtungen über Frauen, ihr Verhältnis zu ihrem Körper, zueinander, darin.
Unvergesslich bleibt mir in dem Zusammenhang, wie die bildschöne Victoria sich der Liebkosung nicht einfach hingibt, sondern immer erstmal ein Zaudern dabei hat, das merken lässt: jetzt prüft sie nach, ob die liebkosende Hand eventuell auf nicht ganz gestraffte Haut treffen könnte, auf eine Unperfektheit, die es erst mit Baucheinziehen etc zu korrigieren gilt.
Das war einer der Hauptgründe, warum ich das Buch dann doch in sehr guter Erinnerung behalten habe.

Bei der Gelegenheit: ein neues Buch von Zadie Smith würde ich auch gern mal wieder lesen... und siehe da, gerade geguckt, es ist bei amazon was zu finden:

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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 15.02.2009, 20:08

Stimmt, Daniela, genau beobachten kann Zadie Smith wirklich. Leider waren es für mich zu wenig Szenen mit der Qualität, wie du sie beschrieben hast, so dass es für mich für ein gutes Buch nicht ausgereicht hat. Übrigens empfand ich einen deutlichen Unterschied bei den Männerfiguren und den Frauenfiguren. Die Männer waren mir alle unsympathisch und vor allen dachten die ja beinahe ausschließlich mit dem "unteren Gehirn". Die Frauen fand ich differenzierter dargestellt.
"Zähne zeigen" hört sich wirklich interessant an, das Buch ist seinerzeit irgendwie an mir vorbeigegangen.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 09.03.2009, 20:28

Meine Liste hat mal wieder Verspätung. Im Februar habe ich gelesen:



Joanne K. Rowling, Die Märchen von Beedle dem Barden (5 Sterne)
Ein Buch für die TOP 2009 Liste. Fünf kleine Märchen aus der Zaubererwelt mit Erklärungen von niemand geringerem als Albus Dumbledore persönlich. Witzig, weise und auch selbstironisch. Schön!



Nicolas Remin, Gondeln aus Glas (3 Sterne)
Solide Krimi-Unterhaltung aus dem kaiserlichen Venedig. Tron steht wie immer zwischen Principessa und Contessa, sein Chef ist nach wie vor ein Idiot und bei der Aufklärung des Falles gerät Tron wie immer in ernste Schwierigkeiten. Da weiß man, was man hat ;)


Irina Korschunow, Malenka (3 Sterne)
Ich mag Korschunow einfach, sie unterhält mich gut. Hier geht es, wie in fast allen ihren Büchern um den Krieg, die Vertreibung und den Wiederaufbau. Und um die Frage nach der eigenen Identiät, kann man seine Vergangenheit wirklich abschütteln?


Sibylle Mulot, Die Fabrikanten (3 Sterne)
Eine Familien- und Firmengeschichte einer Holzfirma aus dem Schwarzwald. Nicht alle Handlungen waren nachvollziehbar, die Frauen kamen im Gegensatz zu den Männern zu schlecht weg, aber unterhaltsam und gut lesbar geschrieben.


Yael Hedaya, Eden (4 Sterne)
siehe eigener Thread viewtopic.php?f=5&t=674
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 09.04.2009, 18:43

Der März war mal wieder lesereich


Helen Garner, Das Zimmer (4 Sterne)
siehe Thread: viewtopic.php?f=5&t=657


Wladimer Kaminer, Mein deutsches Dschungelbuch (3 Sterne)
In kleine Dosen lustig, am Stück wird es langweilig. Im Übrigen verfestigt sich bei mir der Eindruck zu Kaminer, dass die Bücher alle sehr ähnlich sind.


Charlotte MacLeod, "...schlaf in himmlischer Ruh´" (3 Sterne)
Teil 1 der Balaclava-Reihe, ein typischer unhaltsamer Cozy um ein landwirtschaftliches College in Massachusetts.


Nicolas Dickner, Nikolski (5 Sterne)
Für mich eine Lesehighlight über drei junge Menschen, die verwandt sind, sich aber nicht kennen verwoben mit vielen Geschichten über Piraten, Archäologie, Computer und vieles mehr. Außerdem ein schönes Kanada-Portrait.


Charlotte MacLeod, "freu dich des Lebens..."
Balaclava Teil 2, es geht weiter mit Peter und Helen Shandy. Diesmal ist die prämierte Zuchtsau Belinda von Balaclava entführt worden!


Mary Ann Shaffer, Liebe Juliet (4 Sterne)
Ein Briefroman mit einer jungen Journalistin/Schriftstellerin in England 1946. Per Zufall kommt sie mit den Mitgliedern des Clubs der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffenschalenauflauf in Kontakt. Es entstehen enge Freundschaften, ein Buch und ziemlich viel Liebeswirrwarr. Warmherzig und unterhaltsam.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 03.05.2009, 20:33

Mit sieben Büchern wird der April wohl mein Rekordmonat :)

Daniel Glattauer, Alle sieben Wellen (4 Sterne)
Glattauer schafft es tatsächlich, das Format des E-Mail-Romans bis zum Ende durchzuhalten und es war auch beim zweiten Mal spannend mit Emmi und Leo im vituellen und im realen Leben unterwegs zu sein. Ach ja, ich mag Emmi, die weiß, wie man mit Männern umgeht ;)

John Griesemer, Herzschlag (4 Sterne)
Nicht das, was ich nach Klappentext erwartet hatte, aber eine schöne Theatergeschichte aus New York von den sechzigern bis heute. Siehe Tread viewtopic.php?f=5&t=717

Charlotte MacLeod, Über Stock und Runenstein (Balaclava 3) (4 Sterne)
Ein herrlich schräger cozy-Krimi im Balaclava-College. Peter Shandy kämpft mit alten Wikinger-Mythen, dazu eine Liebesgeschichte zwischen einem 102-jährigen und einer 105-jährigen. Amüsant.

Charlotte MacLeod, Der Kater lässt das Mausen nicht (Balaclava 4) (3 Sterne)
Nett, aber nicht ganz so witzig und unterhaltsam wie die ersten drei Bände.

Hubert Spiegel (Hg), Welch ein Leben, Marcel Reich-Raninckis Erinnerungen (3 Sterne)
Dieses Buch ist eine Sammlung von vielen Dokumenten, Kritiken zur Autobiographie, Interviews u. ä. Es liest sich besser in Etappen.

Viktorija Tokarjewa, Lampenfieber (3 Sterne)
Fünf Künstlergeschichten aus der Sowjetunion/Russland von den 70ern bis heute. Ich habe mal wieder gemerkt, dass Geschichten mir einfach zu kurz sind. Trotzdem sind sie schön, sehr genaue Beobachtungen einer besonderen Gruppe in der russischen Gesellschaft.

Khaled Hosseini, Drachenläufer (4-5 Sterne)
Dieses Buch strengt an! Teilweise fand ich extrem brutal und insgesamt vermittelt es mir den Eindruck, dass Afghanistan eigentlich ein hoffnungsloser Fall ist. Wer soll dieses Land jemals befrieden und in "normale" Bahnen lenken? Klar geworden ist mir vor allem, dass auch in der Zeit vor der sowjetischen Besetzung, die immerhin 30 Jahre her ist, Afghanistan kein besonders lebenswertes Land war. Das Ende des Buches fand ich leider etwas klischeelastig, ansonsten wäre es ein TOP-Buch.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon LeseratteZH » 07.05.2009, 17:06

Arlene hat geschrieben:George Orwell, Farm der Tiere (4 Sterne)
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Hast du eigentlich den Film gesehen?
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 09.05.2009, 21:18

Ich wusste gar nicht, dass es eine Verfilmung gibt, aber das ist bei mir nicht verwunderlich. Film....hmm, wenn ich einmal im Jahr im Kino bin, ist das viel.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 13.07.2009, 14:59

Ich habe einiges nachzutragen :oops:
Im Mai gelesen:


Charlotte MacLeod, Stille Teiche gründen tief (3 Sterne)
Ein weiterer Band der Balaclava-Reihe, unterhaltsam und schnell wegzulesen, diesmal ist der Murmeltiertag der Ausgangspunkt und in Balaclava vertraut man natürlich nicht Punxsatawney Pete ("Und täglich grüßt das Murmeltier") sonderen dem Balaclava Beauregard.


Irène Némirovsky, Suite francaise (4-5 Sterne)
Eine sehr facettenreiche Schilderung des Einmarsches und der Besetzung Deutschland in Frankreich im zweiten Weltkrieg. Siehe auch viewtopic.php?f=5&t=824


Charlotte MacLeod, Wenn der Wetterhahn kräht (4 Sterne)
Teil 6 der Balaclava-Krimiserie um Professor Peter Shandy und seine Frau Helen. Diesmal steht Helen besonders im Mittelpunkt, wie immer gibt es tumultartige Szenen.


Rafik Schami, Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick (3-4 Sterne)
Schami erinnert sich an seine Kindheit in Damaskus, an ein Damaskus, das längst vergangen ist, und für kritsche Menschen wie ihn schon lange keinen Platz mehr hat. Trotzdem ist die Damaszener Altstadt seine Heimat geblieben, auch wenn Deutschland schon lange seine Zuhause ist. Das Buch wirft einen Blick auf die Geschichte und das Leben, die politischen Ansichten und die Arbeit von Rafik Schami.


Almudena Grandes, Luftschlösser (4 Sterne)
Eine menage à trois, erotisch, aber nicht pornografisch, im Spanien der 80er. Lesenswert, besonders für Kunstinteressierte.


Daniel Zahno, Die Geliebte des Gelatiere (5 Sterne)
Eine Empfehlung von Denis Scheck in Druckfrisch, sie hat mich nicht enttäuscht. Eine federleichte Liebesgeschichte zwischen Venedig und den Niagarafällen, hin und wieder leicht kitschig, aber trotzdem schön und mit sehr ungewöhnlichem Ende. Dazu gibt es viele Informationen über Eis und Eisherstellung.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Arlene » 13.07.2009, 15:27

Und weiter gehts....im Juni gelesen


Kate Jacobs, Umgarnt (2 Sterne)
Die Fortsetzung von "Die Maschen der Frauen" mit gleichem Personal, die Themen waren auch fast die gleichen und schließlich der Auflösung in Wohlgefallen. Mir war es zu flach.


Minck & Minck, umgenietet, Maggie Abendroth und der alten Narren tödliches Geschwätz (4 Sterne)
Maggie macht zum dritten Mal Bochum unsicher und wird wie immer in einen skurrilen Mordfall verwickelt mit dramatischem Schowdown am Kemnader See. Aber auch Maggies Privatleben ist gewohnt chaotisch, sie wird sich doch nicht etwa wieder mit dem Knipser einlassen? Immerhin ist Herr Matti, der schweigsame Finne, wieder aus der U-Haft entlassen. Für Ruhris wie mich ein Muss.


Donna Leon, In Sachen Signora Brunetti (3-4 Sterne)
Paola Brunetti wirft die Scheibe eines Reisebüros ein, dass Sexreisen nach Fernost verkauft. Wenig später wird der Besitzer des Reisebüros ermordet. Brunetti muss den Mörder finden, denn auch seine Frau ist nach dem Steinewurf nicht unverdächtig...


Alan Bennett, Cosí fan tutte (4 Sterne)
Nach einem Opernbesuch kommt ein Ehepaar nach Hause und die Wohnung ist komplett leer! Das ist kein normaler Einbruch mehr, denn die Einbrecher haben buchstäblich alles mitgenommen, nur im Badezimmer sind noch die Sanitärgegenstände vorhanden. Langsam versucht das Ehepaar sein Leben zurückzugewinnen, aber es ist mehr verloren gegangen als nur das Hab und Gut. Noch skurriler als "Die souveräne Leserin", aber ich mochte die Büchergeschichte um Elizabeth II. mehr.


Heinz Ohff, Gebrauchsanweisung für England (3 Sterne)
Eine Ansammlung der Macken und Kuriositäten der Inselbewohner, eine nette Einstimmung auf meinen Urlaub.


Jane Austen, Überredung (4 Sterne)
Das war die richtige Einstimmung auf den Englandurlaub, denn ich war auch in Bath, wo ein Teil des Buches spielt. Vor Jahren hat Anne Elliot die Verlobung mit Kapitän Wentworth auf Druck der Familie gelöst, er war nicht reich genug für ein Mädchen aus dem Landadel. Inzwischen ist die Familie Elliot verarmt und Kapitän Wentworth ein reicher Mann, da treffen sich beide wieder. Man kann sich denken, wie es ausgeht, aber trotzdem schön zu lesen, auch wenn mir Anne oft ein bisschen zu gut, zu klug und zu altruistisch ist.
Zuletzt geändert von Arlene am 13.07.2009, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leselisten Arlene

Beitragvon Dana » 13.07.2009, 16:36

Arlene hat geschrieben:Alan Bennett, Cosí fan tutte (4 Sterne)
Nach einem Opernbesuch kommt ein Ehepaar nach Hause und die Wohnung ist komplett leer! Das ist kein normaler Einbruch mehr, denn die Einbrecher haben buchstäblich alles mitgenommen, nur im Badezimmer sind noch die Sanitärgegenstände vorhanden. Langsam versucht das Ehepaar sein Leben zurückzugewinnen, aber es ist mehr verloren gegangen als nur das Hab und Gut. Noch skurriler als "Die souveräne Leserin", aber ich mochte die Büchergeschichte um Elizabeth II. mehr.



Du sprichst mir aus der Seele, Arlene :) Und wie fandest du die Auflösung? War sie nicht etwas "realitätsfern"?

LG,
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