Liebe Annie,
habe ich nur den Eindruck, oder hat Dich doch ein bißchen die Begeisterung für dieses Buch gepackt? Das wäre schön **g**
>Wollte noch zu meinem Gemeinsam-lesen-Gefühl etwas schreiben: Fühle mich vor dem Lesen immer ein bißchen, als wenn ich Hausaufgaben machen muß und möchte eigentlich immer gleich weiterlesen.
**lach** Dieses Gefühl ist mir auch neu. Beim ersten Teil war ich regelrecht unter Druck, als ob ich eine wichtige Arbeit zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeben müßte. Jetzt versuche ich es lockerer. Außerdem macht es mir großen Spaß, über jedes Kapitel nachzudenken. Wenn ich es alleine gelesen hätte, wäre ich wahrscheinlich etwas oberflächlicher gewesen.
>Jetzt zum Text: An beiden Teilen mag ich den Eindruck, den man von der Welt, in der er lebt, und seinem Leben bekommt. Alles sehr lebendig und umfangreich und informativ.
Es ist für mich wie ein Geschichtsbuch in Bildern, nur statt daß ich mir selber vorstelle, wie die Leute denken und fühlen, erfahre ich es von SZ.
>Eros Matutinus (Kann mir jemand eine gute Übersetzung geben, bitte?)
- hier muß ich mir anschließen!!!
>Da wir es ja zusammen lesen und ich keine Inhaltsangabe schreiben möchte, möchte ich im folgenden auf die Textstellen zurückkommen, die ich besonders mag.
Uuups, ich mache immer eine kurze Inhaltsangabe. Ich hoffe, es ist nicht sehr schlimm ...
>Im ersteren Teil ist das der Ausflug in die Bekleidungssitte. Solche Details fehlen mir sonst in biographischen Schriften.
Es hat mich auch gefreut, daß er die Auswirkung der damaligen Moral sogar auf die Bekleidung unterstrichen hat **g**
>Ich habe richtig die Haarnadeln rieseln hören (kann mich erinnern, bei V. Woolf gelesen zu haben von einer Frau, der Haarnadeln klappernd in den Teller fielen, und bei D. L. Sayers von einer Frau, die eine Spur von Haarnadeln hinter sich zog)
Liebe Annie, Du verblüffst mich immer wieder mit Deinem Sinn für Feinheiten. Wie schööön ... Wer ist denn Sayers ??**zweifel**
>und erst die „Unaussprechlichen“ – auf die Gefahr hin, albern zu wirken, aber das mußte ich einfach erwähnen.
Genau **lach** Er liefert uns eine so unte Palette an Informationen!! Mich hat noch amüsiert, wie er die ganze "Armee der Prostitution" vor unseren Augen marschieren ließ.
>Wie macht Ihr das eigentlich? Ich lege ja Papierschnipsel in die Bücher, um die Stellen wiederzufinden, weil ich eigentlich nicht drinrumstreichen mag, aber bei diesem Buch *seufz*.
Ich arbeite normalerweise mit einem Zettel, auf den ich mir Sätze und Satzanfänge notiere. Dann schreibe ich die Stellen in ein Heft ab. Bei diesem Buch ist es mir aber unmöglich. Ich habe es bislang kaputt gemacht, mit all den Randbemerkungen und Unterstreichungen.
So, jetzt Augen zu, denn "Universitas vitae" habe ich noch nicht zu Ende gelesen **g**
Liebe Grüße und bis bald
Dana