Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

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Werfel, anyone: Ludger, Daniela???

Beitragvon Maria » 07.05.1999, 20:00


Hallo Ihr Lieben,
hat Euch der computer-Virus erwischt? Totale Funkstille im Net-All??????
Nachdem ich "La SToria" bis jetzt nicht auftreiben konnte, der deutsche Werfel (40 Tage ....)mir aber in die Haende kam, geniesse ich jetzt den Werfel. Lest Ihr mit??? So long, Maria Anonymus oder USA or whatever....
Maria
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Werfel, anyone: Ludger, Daniela???

Beitragvon Maria » 12.05.1999, 05:46


Obwohl ich zur Zeit einer ganz grossen Versuchung widerstehen muss (Peter Matthiesens "Bone by Bone", der 3. Teil der Watson-Trilogie, MUSSTE heute mit mir nach Hause - siehe Brigittes "Forum"), lese ich den Werfel tapfer, aber mit Vergnuegen weiter, wobei mich auf Seite 90 meiner gebundenen Ausgabe aus dem 58er Jahr das Wort "Dummschlauheit" trotz der traurigen Geschichte zum Lachen brachte, und das Wort "Hooligan" fast vom Stuhl gehaut (=oesterreichisch????) hat. Irene und Martin, wer von Euch wusste bzw. haette geahnt, das W e r f e l dieses Wort verwendete? Raufbold, Schlaeger, Streitsuechtiger, lieber Franz, aber Hooligan? Ich werde gleich ein paar Zeilen an meine Freundin Helene schicken, die hat ihre Doktorarbeit ueber Werfel geschrieben, ich MUSS WISSEN WARUM er dieses Wort verwendet hat.
Ich glaube, ich bin reif fuer die Kiste, gute Nacht
Maria
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Maria, Daniela - Neues von Werfel

Beitragvon Irene » 17.05.1999, 10:42


Hallo Ihr!
Hält uns in Trab, der Werfel. Also ich muß Euch eine lustige Geschichte erzählen!
Die letzten Nachrichten, die ich gelesen habe waren die von Maria mit der Aufforderung, den Werfel unbedingt zu kaufen und von Daniela "jetzt langts..." Also, ich machte mich nach Dienstschluß auf die Socken - leider nichts gefunden. Donnerstag war Feiertag, ein verlängertes Wochenende stand vor der Tür, das ich in einem Hotel in Ungarn verbrachte. Von früheren Aufenthalten weiß ich, daß es dort eine "Bibliothek" gibt. Dort lassen Gäste ihre gelesenen Bücher und man kann sich nach Lust und Laune bedienen. Ein Funken Hoffnung glomm in mir auf ... Aber nein, das wäre doch ein unwahrscheinlicher Zufall ...... Erratet Ihr's? Ihr werdet es nicht glauben, im Bücherschrank Nr. 4 (der letzte), links oben, alt und verstaubt, DER WERFEL, eine Ausgabe von 1965. Wer weiß, wie lange die schon dahinmodert? Jetzt steht sie bei mir, denn man darf die Bücher auch mitnehmen! "Es kommen immer mehr Bücher zurück als genommen werden", so sagte mir der Angestellte des Hotels. Und in den nächsten Tagen beginne ich zu lesen!


Maria: Also das ist interessant "Hooligan" - ist das schon so ein altes Wort? Nein, das wußte ich nicht. Bin gespannt, ob Du über Deine Freundin etwas rauskriegst!


Liebe Grüße
Irene

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Maria, Daniela - Neues von Werfel

Beitragvon Maria » 18.05.1999, 05:33


Glueckwunsch, Irene! Liest Du jetzt schon daran? Ich habe mittlerweilen so an die 300 Seiten gelesen, bin Dir so dankbar fuer den Buchtip. Ist es nicht lustig, dass Du das Buch in Budapest, und ich es hier in der amerikanischen Hauptstadt in Deutsch, beide in einer Bibliothek, auftreiben? Kleine Welt. Gute Nacht
Maria
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Franz Werfel - Die 40 Tage des Musa Dagh

Beitragvon Maria » 21.05.1999, 05:51


Ich habe gestern Nacht das Buch ausgelesen, diese Geschichte hat mich total vereinnahmt. Es war auch so schoen, einen Werfel zu entdecken, denn ich noch nicht gelesen hatte!
Irene, liest Du jetzt Dein ungarisches Exemplar?
Daniela, bist Du schon zurueck von Deiner Buchexpedition, hast Du das Buch jetzt auf dem Stapel liegen?
Irene, Du hast mir noch einen anderen Tip gegeben, dieses WERFEL-Buch kannte ich auch nicht (hat MAN uns frueher diese Buecher verschwiegen??????), koenntest Du mir bitte den Titel noch einmal durchgegeben (vielleicht habe ich noch einmal Glueck und finde es wieder auf Deutsch hier!).
Liebe Gruesse an Euch Leselustigen bei 30 Grad here in the Mitatlantic!
Maria
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Pfingsten sind Werfel-Tage

Beitragvon Irene » 21.05.1999, 09:00


Hallo Maria A.!


Mit Ehrfurcht betrachte ich täglich das alte Buch - ich bin zu zerrissen und von den täglichen Pflichten vereinnahmt, als dass ich mich einem "Werk" widmen hätte können. Es reicht gerade für die Zeitung, durchblättern beim Frühstück, und abends, bevor die Augen zufallen, ein paar Seiten im "Lesefutter-Krimi".
Aber jetzt habe ich drei freie Tage vor mir, die ich ausschließlich der Entspannung widme.
Was den anderen Werfel-Roman betrifft: Du meinst wahrscheinlich "Eine blassblaue Frauenschrift"
Es ist ein relativ dünnes Büchlein (vor allem im Gegensatz zu den 40 Tagen) und handelt von Leonidas, einem österreichischen Beamten, den um den 50. Geburtstag herum die Vergangenheit in Form eines Briefes, geschrieben "in der blassblauen Frauenschrift" einholt. Es ist so berührend geschrieben!
Vielleicht findest Du es.


Alles Liebe!
Bis nächste Woche
Irene

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Pfingsten sind Werfel-Tage

Beitragvon Maria » 21.05.1999, 18:05


Liebe Irene,
danke fuer die "Blassblaue Schrift", leider habe ich es hier in der Bibliothek nicht gefunden, aber im Sommer kaufe ich es! Schon das Woertchen "blassblau" beruehrt mich, ich glaube, "die Deutschen" verwenden dieses nicht. Im "Musa Dagh" habe ich so viele Seiten angekreuzt, die ich wegen der Sprache noch einmal, dann mit Musse, lesen moechte. Er wird also noch ein Weilchen mit mir bleiben muessen, der gute Mann.
Eine Freundin hat mir "Novecento" mitgebracht, vor kurzem habe ich "Seta" auf Englisch verschlungen, jetzt das neue auf Deutsch, bin neugierig.
Ach Pfingsten, hier leider kein langes Wochenende (die Amis feiern dafuer naechste Woche "Memorialday", also dann langes Wochenende).
Geniesse Deine Pfingstlektuere, alles Liebe
Maria
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Daniela, Maria

Beitragvon Irene » 25.05.1999, 10:01


Ihr Lieben,


Also kaum hatte ich die ersten Seiten vom Musa Dagh gelesen, war ich gefesselt. Ich hatte schon ganz vergessen, daß Lesen mehr ist als kurzweilige Unterhaltung, Inhalte in sich hineinschlingen, getrieben bis zur letzten Seite wie es wohl ausgehen mag. Das erste Mal seit sehr langer Zeit habe ich das Gefühl, daß ich mich von den Worten mittragen lasse und ich bin immer wieder erstaunt, WIE man Dinge ausdrücken kann. Wunderschön, aber ohne übertrieben und geschwollen zu klingen.
Dafür danke ich Maria, die mir den Mund wässrig gemacht hat und die eigentliche und ausschlaggebende Motivation geliefert hat. Komisch, auch die Tatsache, daß ich ein "altes" Buch in Händen halte und nicht eine druckfrische Taschenausgabe hat seinen Reiz. Ich denke, auch mich wird dieses Buch einige Zeit begleiten und ich freue mich darüber.


So zwischendurch habe ich mir nochmals die "Blaßblaue Frauenschrift" hergenommen und kurz überflogen, um die Erinnerung wachzurütteln. Wieder hat es mich begeistert und ich empfinde einiges anders als vor Jahren.


Daniela, ich habe zuerst den Film gesehen, dann das Buch gesucht. Ich habe ihn noch gut in Erinnerung, wohl auch deshalb, weil er sehr, sehr nahe am Buch ist.Teilweise, wie ich mich erinnere, getragen von inneren Monologen. Geht gar nicht anders, um die Gedankenläufe von Leonidas wiederzugeben.
Schade, daß es keine Video-Bibliothek gibt, wo man solche Aufzeichnungen findet. So kann ich nur hoffen, daß er eines Tages wiederholt wird.
In diesem Zusammenhang fällt mir eine Zweig-Erzählung ein. "Brief einer Unbekannten". An diese kann ich mich nur sehr schwach erinnern, muß ich unbedingt noch einmal lesen.
Liebe Grüße
Irene

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Daniela, Maria

Beitragvon Maria » 25.05.1999, 17:52


>Ihr Lieben,
>Also kaum hatte ich die ersten Seiten vom Musa Dagh gelesen, war ich gefesselt. Ich hatte schon ganz vergessen, daß Lesen mehr ist als kurzweilige Unterhaltung, Inhalte in sich hineinschlingen, getrieben bis zur letzten Seite wie es wohl ausgehen mag. Das erste Mal seit sehr langer Zeit habe ich das Gefühl, daß ich mich von den Worten mittragen lasse und ich bin immer wieder erstaunt, WIE man Dinge ausdrücken kann. Wunderschön, aber ohne übertrieben und geschwollen zu klingen.
>Dafür danke ich Maria, die mir den Mund wässrig gemacht hat und die eigentliche und ausschlaggebende Motivation geliefert hat. Komisch, auch die Tatsache, daß ich ein "altes" Buch in Händen halte und nicht eine druckfrische Taschenausgabe hat seinen Reiz. Ich denke, auch mich wird dieses Buch einige Zeit begleiten und ich freue mich darüber.
>So zwischendurch habe ich mir nochmals die "Blaßblaue Frauenschrift" hergenommen und kurz überflogen, um die Erinnerung wachzurütteln. Wieder hat es mich begeistert und ich empfinde einiges anders als vor Jahren.
>Daniela, ich habe zuerst den Film gesehen, dann das Buch gesucht. Ich habe ihn noch gut in Erinnerung, wohl auch deshalb, weil er sehr, sehr nahe am Buch ist.Teilweise, wie ich mich erinnere, getragen von inneren Monologen. Geht gar nicht anders, um die Gedankenläufe von Leonidas wiederzugeben.
>Schade, daß es keine Video-Bibliothek gibt, wo man solche Aufzeichnungen findet. So kann ich nur hoffen, daß er eines Tages wiederholt wird.
>In diesem Zusammenhang fällt mir eine Zweig-Erzählung ein. "Brief einer Unbekannten". An diese kann ich mich nur sehr schwach erinnern, muß ich unbedingt noch einmal lesen.
>Liebe Grüße
>Irene


Liebe Irene,
es freut mich, dass Du Dich jetzt auch hineingelesen hast in den Werfel. Ich habe das Buch vor ein paar Tagen fertig gelesen, was ich auf der einen Seite sehr bedaure (wie immer, wenn man ein schoenes Buch gelesen hat, oder?), auf der anderen Seite habe ich auch das Gefuehl, das mich dieses Buch sehr gefordert hat, ja, dass es mich nie wieder ganz los lassen wird. Das Schicksal dieser armen Leute vor dem Hintergrund der Massenvertreibung in Kosovo . . . und verstehen zu lernen (Werfel ist ein Meister im Verstaendlichmachen von komplexen Zusammenhaengen), wie schnell solche humanitaeren Katastrophen immer wieder passieren koennen, dass man nie ruhen darf, dagegen anzukaempfen und man sich doch andererseits sagen muss, dass dieser Hass sich nie ganz ausrotten lassen wird. Und trotzdem darf man ihn nicht aktzeptieren und man muss weiter versuchen, dagegen zu anzukaempfen.
Im Moment kann ich mich auf kein anderes Buch konzentrieren, versuche, mich in Marlene Haushofers "Die Wand" hinein zu lesen (2. Anlauf, habe es vor ein paar Jahren schon versucht), ich glaube, ich muss es wieder als "zu deprimierend" beiseite legen.
Freue mich schon auf den Sommer, werde mir in Oesterreich die "Blassblaue Schrift" besorgen (leider hier nicht - auf Deutsch - aufgetrieben).
Irene, wenn Du moechtest, koennten wir gelegentlich ja die "40 Tage" besprechen.
Freue mich uebrigens auch immer ueber Deine Beitraege, Du schreibst so ein wunderschoenes Deutsch, meines ist ja leider ueber die Jahre im Ausland etwas aermlich geworden.
Alles Liebe und "moege dir der liebe Gott auch so einen blauen Himmel ueber die Berge spannen, wie er es hier tut" (frei nach Adalbert Stifter) Maria A.

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Gedankenaustausch

Beitragvon Irene » 27.05.1999, 09:26


Maria, auch ich freue mich über unsere Plauderei gemeinsam mit Daniela. Ich werde noch eine Weile weiterlesen und tausche gerne meine Gedanken mit dir aus.
Bis bald!
Irene


P.S. Novecento habe ich vor kurzem während eines Spazierganges gelesen. Hat mir sehr gefallen. Hin und wieder sind so kurze "Büchleins" sehr angenehm zu lesen.

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IRENE - WERFEL

Beitragvon Irene » 01.07.1999, 14:25


Liebe Maria,


Der Werfel und ich sind fertig. Dann habe ich noch Hanif Kureishi mit seiner "Rastlosen Nähe" angehängt und jetzt brauche ich Johanniskraut und ein flottes, leichtes, lustiges Buch oder noch besser einen Dreigroschenroman über Fürsten und Prinzessinnen.


Einstweilen alles Liebe - wann geht's bei dir los in die Ferien?


Irene

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192. * Werfel, Franz, Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Maria » 21.04.2005, 05:09

Am 24. April jaehrt sich uebrigens zum 90. Mal der Beginn des Voelkermords an den Armeniern im damaligen Osmanischen Reich.
Lieben Gruss,
Maria
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192. * Werfel, Franz, Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Tomke » 21.04.2005, 10:29



Hallo Maria,


danke für den Hinweis!
Zum Glück wird das Thema diesmal von den dt. Medien ja ausführlich aufgegriffen. Erschütternd finde ich allerdings, daß man in der Türkei darüber immer noch nicht offen reden kann. Sowas sollte in Europa heute eigentlich nicht mehr denkbar sein ... :-(


Gruß
Tom

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Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Daniela » 29.06.2008, 09:45

Daniela hat geschrieben:Momentan überlege ich gerade, doch in Kürze den dicken Wälzer "Die vierzig Tage des Musa Dagh" von Franz Werfel zu lesen. Irene und Maria hatten zu Anfangszeiten des Forums davon geschwärmt, und mich jetzt wieder angesteckt, zumal ich ja auch gerade einen Werfel gelesen habe... nun meine Frage, hat vielleicht sogar jemand Lust, sich anzuschließen? Könnte man ja auch gut zusammen lesen...



Ihr LIeben, ich stelle hier quasi die offizielle Anfrage: hat jemand Lust, das Buch mit mir gemeinsam zu lesen? Startzeitpunkt ist verhandelbar ;-)

Der Berg Moses, der Musa Dagh, wurde im Sommer 1915 für eine zum Widerstand gegen die Türken entschlossene Gruppe von 5000 Armeniern zur natürlichen Abwehrfestung. Franz Werfel hat mit seinem Roman versucht, diesen heroischen Kampf der Verfolgten ins dauernde Bewußtsein der Europäer zu bringen.


Bitte melden ;-))
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Bertram » 01.07.2008, 14:06

Hallo Daniela!
Ich würde gerne mal etwas gemeinsam lesen,
ab nächster Woche habe ich auch wieder Zeit dazu.
Aber der "dicke Wälzer" reizt mich momentan nicht so.
Bertram
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon tinius » 01.07.2008, 14:12

Es wäre da nicht verkehrt, gleichzeitig Hilsenraths "Märchen vom letzten Gedanken" ebenfalls zu lesen, um einen Vergleich zu haben. LG tinius
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Daniela » 01.07.2008, 20:06

Bertram hat ja schon einen Vorschlag zum gemeinsamen Lesen gemacht (ich habe den Thread hier mal hochgeschoben); zu diesem themenorientierten Lesen würde der Vorschlag von Tinius ja sehr gut passen.

Tinius, du hast ja sicher den Hilsenrath schon gelesen. Und den "Nazi und der Friseur" selbstverständlich ebenfalls. Ich hatte bei diesem Buch ja ein sehr großes Problem mit der verwendeten Sprache - war mir zu grell, zu laut und schreierisch und derb. Kann man es mit dem "Märchen" dann vergleichen, ist es da ähnlich?

Ach ja, und würdest du denn den Werfel zB trotzdem auch mitlesen?

LG,
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon tinius » 01.07.2008, 22:30

Ich mag Hilsenraths Bücher, ich liebe "Nacht". Und schaudere davor. Das Märchen habe ich kurz nach Erscheinen gelesen und mich vor allem auf inhaltliche Unterschiede konzentriert. (Das ist jetzt 19 Jahre her, also verzeih, bitte, gewisse Gedächtnislücken.) Sprachlich hatte ich mit Hilsenrath nie Probleme, auch wenn "Der Nazi und der Frisör" nicht mein allerliebstes Buch gewesen ist. Aber das ist ganz lang her. Ergänzend könnte ich noch Antonia Arslan "Das Haus der Lerchen" anführen, das Thema sozusagen aus der Sicht der Betroffenen. - Und nein, ich denke, daß ich weder zu Hilsenrath, noch zu Werfel in den nächsten Jahren zurückzukehren bereit bin. Sorry. Fürs Wiederlesen bin ich einfach zu überschwemmt von den Neuerwerbungen der letzten 5 oder 6 Jahre..... LG tinius
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Bruna » 03.07.2008, 13:19

DANIELA, da hast du ja ein großes projekt vor dir ;)
wir haben vor längerem das buch in meiner wiener lesegruppe gelesen. d.h. gelesen hat es letztendlich nur diejenige, die das buch vorgeschlagen und dann referiert hat (was weder davor noch danach jemals vorgekommen ist und die gruppe gibt es immerhin seit 13 jahren).
ich glaube man muss sich für das thema sehr interessieren um dran zu bleiben. wünsch dir jedenfalls viel erfolg ;)

lg
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon bernsteinhexe » 04.07.2008, 09:34

vor etwa 20 jahren las ich dieses umfangreiche werk ebenfalls, ich habe eine alte ddr-ausgabe vor mir liegen, als taschenbuch aus der tdw-reihe (taschenbuch der weltliteratur) und in zwei handliche bücher aufgeteilt, in ermangelung von alternativen es damals während einer kur gelesen, ich musste also dranbleiben und ich weiß nicht, ob ich das heute auch könnte, aber ich würde das projekt gern immer mal begleiten, sozusagen ;)
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Christoph » 04.07.2008, 14:35

Immer diese schönen Zufälle. Gestern habe ich wieder mal beschlossen, endlich etwas von Franz Werfel zu lesen, wie vor einiger Zeit nach einer Biographie über Alma Mahler, und heute sehe ich, es soll womöglich ein -Gemeinsam Lesen- zustande kommen.

Wenn´s so weit kommt, bin ich dabei.
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Daniela » 08.07.2008, 08:30

Hallo ihr Lieben,
kaum ist man mal ein paar Tage weg ... ;-)

Das sind schon mal viele Informationen zu den 40 Tagen - finde ich sehr spannend! Und ja, ich würde es immer noch gerne gemeinsam lesen, Christoph - schön, dass du dann auch mitmachen willst, Christoph! Ela, hast du es in der Bibliothek gefunden? Und dann ein wenig Begleitung aus der Erinnerung von Bernsteinhexe und vielleicht erinnert sich ja auch Tinius an das eine oder andere... klingt schon mal interessant.

Welchen Startzeitpunkt könntet ihr euch vorstellen?

Ich bin da recht flexibel ;-) Ich habe nächste Woche noch Lesegruppe, danach wäre für mich besser, da ich dann keinen festen Zeitpunkt mehr hätte für ein paar Wochen, zu denen ich ein bestimmtes Buch gelesen haben sollte.

Liebe Grüße,
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon helenehelm » 09.07.2008, 08:25

Hallo Daniela,
ich bin neu in der Runde, würde mich aber einem gemeinsamen Lesen von Werfel gerne anschließen. Beginn ab dem 20. Juli ? Herzliche Grüße Helene
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon bernsteinhexe » 09.07.2008, 08:56

Ab 20.07. wäre für mich auch okay, da bin ich von meinem Ostseetrip wieder hier!
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Re: Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh

Beitragvon Daniela » 11.07.2008, 08:49

Hallo Helene,
schön, dass du auch mitmachen willst ;-)

Der 20. klingt für mich als Starttermin ebenfalls sehr gut - dann wollen wir es doch damit versuchen ;-)

LG, Daniela
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